Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Origenes († 253/54) - Über die Grundlehren der Glaubenswissenschaft (De principiis)
Vorrede.

10.

Auch das enthält die kirchliche Lehre, daß es gewisse Engel Gottes und gute Mächte gebe, die ihm zu Vollbringung der Erlösung der Menschen dienen. Wann sie jedoch geschaffen, welcher Art und welchen Ortes sie seyen, 1 wird nirgends bestimmt gesagt. Ebenso wird über das Belebtseyn oder die Leblosigkeit der Gestirne 2 öffentlich nichts gelehrt.
[S. 12] Dergleichen Hauptsätze (εοιχεια) nun müssen zu Grunde gelegt werden, nach der Anweisung: „zündet euch das Licht der Erkenntniß an“ ( Hosea 10, 12.), wenn man nach Anlage derselben ein zusammenhängendes Ganzes (εν σωμα) construiren will: in dem Maße, daß das Wahre in jedem Einzelnen durch klare und bündige Schlüsse gesucht, und theils mit Belegen aus der Schrift, theils durch strenge Folgerungen, wie gesagt, als ein Ganzes dargestellt wird.

[S. 13]

1: Bei Joh. damasc. bloß: και τινα τα περι αυτους. S. Einleit., über ein hieher gehöriges Bruchstück.
2: Daß Origenes die platonische Idee von dem Belebtseyn der Gestirne (Tim. p. 36. de Legg. X.), die auch Philo nicht fremd ist, wirklich aufgenommen, zeigt er c. Cels. V, c. 10. sqq. wo er ihnen ebenfalls freien Willen und Erlösungsfähigkeit zuschreibt, wie hier 1. I, c. 7.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung

Navigation
Vorrede.
. . 1.
. . 2.
. . 3.
. . 4.
. . 5.
. . 6.
. . 7.
. . 8.
. . 9.
. . 10.
Erstes Buch.
Zweites Buch.
Drittes Buch.
Viertes Buch.
Summarische Wiederholung

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger