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Ambrosius von Mailand (340-397) - Exameron
Der erste Tag. Erste und zweite Homilie (Gen 1,1-5)
X. Kapitel. Gen 1,5: Der Tag geht der Nacht voraus. Der Tag als Zeitmaß von 24 Stunden. Sein Ende der Morgen.

38.

Sinnig aber ließ (Moses), nachdem er einmal die beiden wechselnden Zeiten als einen Tag bezeichnen wollte, letzteren mit dem Morgen bechließen, um zu zeigen, wie der Tag mit Licht anfängt und in Licht endigt; denn erst mit dem Ende ist die volle Frist des [S. 49] Tages und der Nacht gegeben. ― So laßt denn auch uns stets „wie am Tage ehrbar wandeln“ und „ablegen die Werke der Finsternis!“1 Zur leiblichen Ruhe, wie wir wissen, ist die Nacht gegeben, nicht zur Verrichtung eines Geschäftes oder Werkes: in Schlaf und Vergessen bringt man sie zu. Fern sei von uns Schmauserei und Trunkenheit, Beilager und Unzucht!2 Sprechen wir nicht: „Die Finsternis und die Wände decken uns“3, und wer weiß, ob des Höchsten Auge es gewahren wird? Nein, Liebe zum Lichte und Streben nach Ehrbarkeit bleibe in uns! Am Tage wandelnd laßt uns trachten, daß unsere Werke leuchten vor Gott4, dem Ehre, Lob, Ruhm und Macht ist mit unserem Herrn Jesus Christus und dem Heiligen Geiste von Ewigkeit und jetzt und immerdar und in alle Ewigkeiten. Amen.

1: Röm. 13, 12 f.
2: Röm. 13, 13.
3: Sir. 23, 26.
4: Matth. 5, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger