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Gregor der Erleuchter - Heilsame Reden und Lehren
X. Ueber die Wohlthat des unveränderlichen, gütigen Willens und Ermahnung zum Guten und zur Zunahme in der wahren Tugend zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

8.

"Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden,"1 die, welche mitwirken mit dem Sohne Gottes, welcher Friede gemacht und versöhnt hat den Vater mit den Geschöpfen. Denn wer entsagt hat dem schlechten Aufruhr und der Unruhe und dem Zorne und der schlechten Begierlichkeit und beruhigt ist in der Liebe, ein Solcher hat den Grund der Ruhe der vernünftigen Seele in Christo. Wie der Sohn Gottes, welcher die Unruhe aufhob, welche wegen der Schulden der Sünden unter den Menschen war und den Frieden verkündigte, ebenso, sagt er, sollen wir friedfertig sein, damit wir seine Brüder werden, gleichend dem Friedfertigen. Denn wenn der Mensch, ob in großen Dingen oder in kleinen, friedfertig ist, wegen Gott und wegen der Erlösung der Menschen, so hebt er die schädliche Feindschaft der Seele und des Leibes auf und besitzt den Namen und den Ruhm des Sohnes Gottes im Schmucke der Tugend, rein und unbefleckt und makellos friedfertig in Christo, und er wird [S. 123] hienieden ausgezeichnet und geehrt und wird dort erhoben und verherrlicht durch die friedeschaffende Seligkeit in Christo.

"Selig sind, die verfolgt sind wegen der Gerechtigkeit; denn ihrer ist das Himmelreich."2 Diese Worte beziehen sich auf die Märtyrer und auf alle Tugendhaften; denn Die, welche von Allem fremd sind und nicht Theil haben an dem Irdischen und an den Ursachen fremdartiger Zerstreuungen, nicht berührt von schädlichen Begierden, diese sind es, welche vom Bösen verfolgt sind und zu Gott ihre Zuflucht nehmen im Glauben an die Wahrheit der Predigt des Evangeliums. Wie auch der Apostel sagt: "Die in Gottesverehrung leben wollen, bleiben in Verfolgungen; denn die bösen Menschen und die Verführer werden zuvorkommen, zum Bösen zu verführen."3 Aber die Heiligen werden verfolgt vom Bösen zum Guten, welches sie von Gott erhalten, daß sie nicht gleichen dem verlornen Sohn, betrogen von den Dämonen hinausgehen aus der väterlichen Sorge, um zu vergeuden die Sitten der Reinigkeit durch Ausgelassenheit, sondern zurückkehren zur väterlichen Liebe von den böswilligen Verfolgern, von den Dämonen, von den Menschen, damit sie gelangen durch die Verfolgungen zu den versprochenen Verheißungen des Reiches, mit unaussprechlichen Seligkeiten gekrönt zum Ruhme Gottes, des allmächtigen Herrn.

1: Mt 5,9.
2: Mt 5,10.
3: 2Tim 3,12.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger