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Gregor der Erleuchter - Heilsame Reden und Lehren
X. Ueber die Wohlthat des unveränderlichen, gütigen Willens und Ermahnung zum Guten und zur Zunahme in der wahren Tugend zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

3.

Aber auch die Könige und die Fürsten und die Richter hat Gott gesetzt zur Ruhe und zur Erbauung der Welt, damit sie die Gottlosen, die Ehebrecher, die Diebe, die Betrüger, alle Ungerechten durch verschiedene Qualen und durch den Tod einschüchtern, damit alle Uebelthäter von Furcht befangen, abgehalten werden vom Bösen. Aber es gibt auch unter diesen ebensolche Ungerechtigkeiten, indem sie durch Bestechung oder anderes Schlechte das Unrecht vervielfältigen, es gestattend zum Schaden. Und deßhalb öffnen sich die Thore des Zornes, des Hungers und des Schwertes und der Sklaverei und verschiedener Gefahren des Todes, und nach dem irdischen Leben werden sie in die äußerste mit Feuer gemischte Finsterniß verstoßen, wo Weinen für die Augen ist und Zähneknirschen.

Aber die gerecht Denkenden und die gerecht Urtheilenden werden Vielen Ursache der Erlösung und des Lebens, der Gesundheit und der Ruhe und der Erbauung hienieden, und jenseits werden sie mit Ruhm gekrönt zum Haupte vieler Gerechten. Denn sie sind die Quelle des Rechtes Gottes, woher das Leben [S. 118] sich vertheilt für die Guten, und Strafen und Tod für die Ungerechten. Das Licht der Kenntniß der göttlichen Schriften offenbart die gute Vergeltung für die Guten und für die Ungerechten die Schläge des Zornes. Und von beiden Seiten wird offenbar die Gerechtigkeit des Schöpfers: die Gerechten verherrlicht er, welche durch die geistigen Gesetze der Herrlichkeit sich wohlgefällig machten und in der Wahrheit blieben, in der Reinigkeit, in aller Gerechtigkeit, welche auch mit dem unvergänglichen Lichte verherrlicht, gekrönt werden beim allgemeinen Gerichte am jüngsten Tage vor den Himmlischen und Irdischen, wo er auch die Ungerechten in Verwerfung verurtheilt zu Strafen, da sie verachteten seine Gebote und nicht bewahrten die Reinigkeit und die Gerechtigkeit und nicht verlassen haben die Hoffnung auf sich selbst, weßhalb sie Erben der ewigen Qualen geworden sind.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger