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Gregor der Erleuchter - Heilsame Reden und Lehren
X. Ueber die Wohlthat des unveränderlichen, gütigen Willens und Ermahnung zum Guten und zur Zunahme in der wahren Tugend zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

15.

Aber die Hinterlistigen gleichen dem Widersacher, voll von Ungerechtigkeit und Lastern und sie sind Schmeichler, Schmähredner, Gotteshasser, Finder und Erneuerer des Bösen, welche die Strafe erhalten werden im Feuer der Hölle, welche bereitet ist dem Satan und den von ihm in seinem Willen Befangenen. Denn leichter ist es für Die, welche unter der Herrschaft sind, zu vollbringen die Tugenden, als für die Herrschenden. "Denn wem Viel gegeben worden," sagt die Schrift, "von dem wird Viel gefordert werden."1 Denn Diejenigen, welche geordnet sind in ihren Sitten im Dienste des Gehorsams durch das Zeugniß der heiligen Schrift, diese werden selig werden. Denn die Fleißigen genügen immer für die Bedürfnisse der Dürftigen, und in makelloser Reinigkeit, nicht gereizt von den Gegnern, welche den guten Werken entgegen sind, und befreit von der Knechtschaft der Sünden und immer Diener der Reinigkeit und der gerechten Sitten, werden sie hienieden das Andenken des Lobes zurücklassen und dort werden sie den Ruhm und die ewige Glorie erhalten, welche nicht vergeht. Denn es ist der Wille des Gütigen, daß Alle Erben der unermeßlichen Güter werden, welche für die Hoffenden sind.

Gott ist die Quelle alles Guten, welcher tränkt die Gläubigen gemäß dem guten Verlangen eines Jeden durch heilige Gnaden. Und er ist belebendes und ewiges Leben, welcher das Leben gibt allen seinen Geschöpfen. Und er ist gütig gegen Alle, welcher durch seine Geschenke Denen die Verzeihung gewährt, welche umkehren vom Bösen. Und er ist es, welcher [S. 132] erleuchtet macht jeden Menschen, welcher von den finstern Sünden befreit werden will in heiligem Lichte. Und der Wahrheit ist nahe, wer als Vorläufer den Weg wandelt in Reinheit zu den wahren Gütern. Und von ihm können nicht ferne sein die Himmlischen und die Irdischen; denn er hat alle Geschöpfe bei sich mit seiner allmächtigen Kraft, die himmlischen und die irdischen. Und er weiß die Gedanken der Menschen und erwägt alle ihre Werke und vergilt nach Verdienst. "Denn ich," sagt er, "bin Gott und es ist kein anderer;" der ich diene den Sündern und belebe die Gerechten, und Niemand ist, der von ihm trennt seine Geschöpfe.Manche ermahnt er durch gefährliche Strafen, welche in lasterhaften Sitten dahin wandeln, und Andere ermuntert er durch Gnaden zum Guten und zum Erbe des Ruhmes, Diejenigen, welche in Glauben und in Furcht und in heiliger Liebe sich nahen der Gottheit, um gereinigt von den Sünden durch die Gnade seiner Wohlthaten den Geber des Guten zu erkennen. Er hat die Gläubigen sein Volk genannt, damit wir von ihm Barmherzigkeit verlangen und seinen Willen thun. Er hat uns Diener genannt, damit wir in trauter und heiliger Liebe und in heiligen Sitten vollziehen seinen Willen. Er hat uns auch Kinder genannt, damit wir auch der väterlichen Sorge uns erfreuen und nicht von der Kindschaft ausgestoßen werden durch unreine Sitten. Denn rein ist der Herr und wohnt in den Reinen; denn seine Brüder nennt er die Reinen; er sagt: "Ich will erzählen Deinen Namen meinen Brüdern, inmitten der Kirchen will ich dich benedeien, Vater!"2 Und wiederum sagt er: "Wenn ich erhoben sein werde, werde ich Alles an mich ziehen."3 Denn der Sohn Gottes ist gekommen, zu erlösen das Menschengeschlecht und er hat erfreut seine Gläubigen; denn durch ihn sind wir geworden und durch ihn sind [S. 133] wir erlöst worden und zu ihm werden wir kommen, der uns eingeladen und gerufen hat in sein Reich und zum Ruhme, zum unverderblichen und unendlichen und unbeschreiblichen Leben, die Einen von sich selbst und die Andern durch die Apostel und die Propheten und die geistigen Lehrer; denn er will, daß Alle leben und Erben werden des unendlichen Lebens zum Ruhme der allerheiligsten Dreifaltigkeit jetzt und immer und in alle Ewigkeit. Amen.

1: Lk 12,48.
2: Ps 21,23.
3: Joh 12,32.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger