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Gregor der Erleuchter - Heilsame Reden und Lehren
X. Ueber die Wohlthat des unveränderlichen, gütigen Willens und Ermahnung zum Guten und zur Zunahme in der wahren Tugend zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

11.

Denn er hat uns das Licht der Augen und die Ermahnung des Verstandes gegeben, damit wir wachsam seien, durch das Licht des Lebens und durch die geistigen Ermahnungen [S. 126] geführt zu allen Werken der Gerechtigkeit und durch das geistige Licht heilig und gerecht zu verbleiben. Denn die geistigen Ermahnungen der heiligen Schrift geben die wahre Kenntniß der Sitten und ermahnen zu den geistigen Regeln. Denn wenn Jemand an die irdischen Dinge denkt, so hat er die Häßlichkeit der fleischlichen Bewegungen im Gedächtniß, welche den Verstand und die Sinne des Leibes verwirren. Aber wenn er das Geistige denkt zur Neinigung durch die Eingebung des heiligen Geistes, so denkt er auch an die geistigen Sitten und bemüht sich zur Vollkommenheit der Tugend und besitzt die Gnaden des Geistes, welche unaussprechlich sind und unerhört; denn er ist geistig und vernünftig, und er allein weiß, wem sie eingegeben werden.

Wer sich zu nähern wußte den Gnaden im Gedächtniß der Reinigkeit und unzertrennlich zu sein von der Süßigkeit des Besitzes und über dessen Schönheit immer zu betrachten, der vermag mit erleuchteten Gedanken den Angriff der bösen, finsteren Gedanken zurückzuweisen; er vermag im Gebete mit Bitten, mit heißen Thränen und durch strenges Fasten bestärkt zuvor einzunehmen die Pforten der Barmherzigkeit und erhoben über alle irdischen Regungen und Eingebungen, zu erlangen die Befestigung des geistigen Nutzens nach dem Willen Gottes. Er wird ermahnt, nach dem Worte des Apostels aufwärts zu schauen, das Himmlische zu denken; wo Christus sitzt zur Rechten des Vaters.1 "Denn ihr seid gestorben, sagt er, den Tod der Sünden, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott dem Vater. "2 Daß wir alle irdischen Sorgen ablegen, welche hinderlich sind der geistigen und himmlischen Berufung; daß, wie die Arbeiter zur Arbeit und die Soldaten zum Kampfe gerüstet sind, ebenso auch wir uns zum Kampfe der Tugend bereiten und stärken, damit wir schlagen können [S. 127] die Schaaren der Bösen, die Begierlichkeit und den Hochmuth und den Geiz und die damit verbundenen Uebel des Schadens von der Eingebung des Bösen. Daß wir gleichend dem getreuen Knechte eintreten in die Freude des Herrn, zu erlangen die Seligkeiten in Christus, welcher das Leben ist für die Gläubigen.

1: Kol 3,1.2.
2: Kol 3,3.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger