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Gregor der Erleuchter - Heilsame Reden und Lehren

III. Die Geheimnisse des Glaubens.

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III. Die Geheimnisse des Glaubens.
Von dem heiligen Gregorius, dem Erleuchter der Armenier.

[S. 36] Die Wahrheit des Glaubens ist ein Licht für die Augen des Verstandes, für die Bewegung der Gedanken im Gedächtnisse zur Erkenntniß des Lichtes der Wissenschaft und der Weisheit der Gnade des heiligen Geistes, welcher den leitenden Verstand erleuchtet und durch die heiligen Schriften vergegenwärtigt das Unsichtbare; wie für die Augen das Licht der Sonne und anderer Lichter sichtbar wird, also bietet sich auch ersichtlich dar die unerforschliche Größe der göttlichen Herrlichkeit. Denn Gott ist unvergleichbar und unerreichbar, unbeschreiblich und unbegrenzt, unvergleichlich und unendlich, aber durch den Glauben wird er gesehen und verstanden und gebenedeit von den Geschöpfen in ungeheucheltem Glauben in der Verfolgung und in der Ruhe, und bestärkt im Glauben an die heilige Dreifaltigkeit bleibt der Gläubige standhaft gegen den Feind des Glaubens. Denn erleuchtet von dem rechten Glauben gelangen wir zum anfangslosen Sein, zum ewigen Lichte, zur lebendigmachenden Belebung, zur unveränderlichen Wahrheit; aber laßt uns nicht abschweifen zu eitlen Reden, welche Lästerungen sind gegen den Vater und den Sohn und den heiligen Geist.

Lassen wir also ja nicht das Pfand des Evangeliums der Gnade zurück, auf daß wir gelangen zur versprochenen Seligkeit und zur Unsterblichkeit und Unverweslichkeit. Und empfangen wir die Mittel der gütigen Liebe der Herrlichkeit und halten wir immer die Hoffnung des Reiches fest in unseren Herzen und vergessen wir nicht der Geschenke der lebenbringenden Gnaden vom Herrn, um die Vormundschaft unserer Unwissenheit und Dürftigkeit als Helferin zu haben gegen die [S. 37] Künste des Satans, welcher allezeit feindselig ist. Bestärkt vom Führer des Lebens laßt uns durch die Ermahnungen zur Vermehrung des Glaubens, zur Vollendung der Tugend gelangen! Beachte im ganzen Leben die Ermahnungen der Heiligen im Sichtbaren und Unsichtbaren, und so wirst du die Wahrheit erkennen. Denn nicht von dir selbst kannst du den Ruhm der göttlichen Größe erreichen, ja selbst die geistigen Schaaren der Engel, der Seraphim und Cherubim, und alle himmlischen Engel können nicht erreichen den göttlichen Ruhm.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger