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Ephräm d. Syrer († 373) - Erklärung des Evangeliums
I.

[p. 267, 1. Abs.]

Und dies ist klar, daß in unserer Kindheit, als Gott uns schuf, sich an1 uns nicht jene [Laster] vorfanden, von welchen sie gemeint haben,2 daß sie uns vom Leben entfernen und ausschließen; und später haften uns Werke der Bosheit an, [so daß wir sind] wie Schläuche, wenn sie zuletzt abgenutzt alt geworden sind. - Und es bezeugts mir der Apostel in seinem Ausspruche: "Nicht seid Kinder in eurem Verstande, sondern vom Bösen weg werdet Kinder, denn3 in eurem Verstande sollt ihr vollendet sein".4 Und wenn wir sündlos vom Bösen befunden werden, wie unsere erste5 Schöpfung, alsdann können wir den Unterricht der Lehre aufnehmen und sind Schläuche, die die Kraft des neuen Weines aushalten, der in ihnen, wenn sie neu sind,6 ist. Wie auch der Prophet sagt: "Warum sagt das Haus Israels: Unsere Sünden und Ungerechtigkeiten sind in7 uns, und wir sind in ihnen abgenutzt?"8 Und der Prophet macht klar, daß unsere erste Schöpfung neu war und Sünden und Ungerechtigkeiten alt und abgenutzt machen.

1: in.
2: Wer mag das sein? Stände nicht der Aorist, so könnte man etwa an Girk' "die Schrift" denken, aber auch dann macht das "meinen" Schwierigkeit. Möglicherweise ist or statt zor zu lesen, das wegen des folgenden nok'a pluralisch construiert ist. Dann wäre etwa zu übersetzen: "die (oben) als solche betrachtet worden sind, daß usw."
3: damit.
4: 1Kor 14,20.
5: Wohl = bei unserer Erschaffung als Kinder.
6: Wörtlich: "in ihrer Neuheit".
7: an.
8: Ez 33,10.

 

 

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Vorwort zur Erklärung des Evangeliums

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger