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Ephräm d. Syrer († 373) - Erklärung des Evangeliums
I.

[p. 271, Abs.]

Denn, wenn einer die Lehre unseres Herrn äußerlich mit Worten angezogen hätte, und an seinem Herzen in Bezug auf diese gute Lehre1 nackt wäre, so würde er Nabath und Abiuth, den Söhnen Aarons gleichen; nachdem sie das Kleid der Heiligkeit angezogen hatten und ohne Auftrag sich erdreisteten, gemäß ihrer Willkür das Gerät des Dienstes des Altares herbeizubringen,2 wurden sie im Feuer verbrannt. So auch stürzen die, die den Namen unseres Herrn äußerlich besitzen, aber3 seinen Willen nicht tun, in die Strafen der Züchtigung, weil sie das Kleid der Heiligkeit verunreinigen, und verurteilt werden sie für schuldig erklärt. Es gab auch Moses nach dem Tode des Nabath und Abiuth4 ihren Brüdern Befehl, daß sie nicht weinen und ihre heiligen Kleider nicht verunreinigen sollten. Und wie die Söhne Aarons, während sie mit den Kleidern der Heiligkeit bekleidet waren und ihr Sinn durch Willkür geteilt5 befunden wurden, ihre Brüder, als sie gestorben waren, nahmen und sie außerhalb des Lagers schafften, so auch wir: wenn bei jemandem irgendein Zweifel6 gefunden werden wird und Werke der Verderbnis, wenn er sich selbst auch hinter dem Kleide der Lehre verbirgt, entfernen ihn dennoch als einen Toten außerhalb der Kirche die, die seine geliebten Brüder waren, und wie ein Toter wird er außerhalb des Lagers des Lebens gestoßen.7 Verglichen worden also ist, siehe, die Lehre unseres [S. 18] Herrn Kleidern, weil wir durch sie erkannt werden. Und verglichen ist sie dem Weine, weil sie sich mit unserem Sinn verbindet. Deshalb ist sie nicht eine andere;8 denn alles, was es überhaupt hier geben mag, ist [ihr] Zug für Zug verglichen.

1: Wörtlich: "von dieser guten Lehre weg".
2: "das Gerät des Dienstes des Altars herbeizubringen" oder: "die Dienste des Altars zu besorgen". Vgl. Lev 10,1.
3: und.
4: Die Form der Eigennamen stimmt weder zu Hebr, noch zu Pers., noch zu LXX, wohl aber zu einer Variante in der armen. Bibel (ed. Zohrapl).
5: zweifelnd, schwankend. Statt des Infinitivs ist das Partizip zu lesen.
6: Schwanken.
7: geworfen.
8: fremdartig.

 

 

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Vorwort zur Erklärung des Evangeliums

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger