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Cölestinus I., Papa 422-432 - Briefe
Briefe
21. Brief des P. Cölestinus an die Bischöfe Gallien« V.J. 431

12. (Cap. 11.) Daß ausser den Bestimmungen des apostolischen Stuhles alle Gebete der Kirche von Christi Gnade widerhallen, durch welche das Menschengeschlecht erlöst und (fügt Pseudo-isidor hinzu) von der ewigen Verdammniß bewahrt wird.

Nebst diesen unverletzlichen Entscheidungen des heiligsten und apostolischen Stuhles, durch welche uns die gottseligsten Väter unter Niederwerfung des Hochmuths der pestartigen Neuerung sowohl die Anfänge des guten Willens, sowie die Fortschritte der guten Bemühungen als auch die Beharrlichkeit in ihnen bis an's Ende auf die Gnade Christi zu beziehen lehrten, wollen wir auch die Geheimnisse der priesterlichen Gebete betrachten, welche von den Aposteln1 gelehrt wurden, auf der ganzen Welt und in der ganzen katholischen Kirche gleichförmig verrichtet werden. Denn indem die Vorsteher der heiligen Gemein- [S. 489] den des ihnen anvertrauten Amtes walten, vertreten sie bei der göttlichen Milde die Sache des Menschengeschlechtes, und indem die ganze Kirche sich mit ihrem Seufzen vereinigt, bitten und beten sie, daß den Ungläubigen der Glaube geschenkt werde, daß die Götzenanbeter von den Irrthümern ihrer Gottlosigkeit befreit werden, daß den Juden der Schleier vom Herzen hinweggenommen und das Licht der Wahrheit sichtbar werde, daß die Häretiker durch die Annahme des katholischen Glaubens sich bekehren, daß die Schismatiker den Geist der wiederauflebenden Liebe empfangen, daß den Gefallenen die Heilmittel der Buße geschenkt werden, daß endlich die Katechumenen zu den Geheimnissen der Wiedergeburt gebracht werden und ihnen der Hof der himmlischen Barmherzigkeit erschlossen werde. Daß Dieß aber nicht leichthin oder vergeblich vom Herrn erbeten werde, zeigt der Erfolg selbst; denn aus jedwedem Irrthume würdigt sich Gott sehr Viele heranzuziehen, um sie aus der Macht der Finsterniß zu befreien und in das Reich des Sohnes seiner Liebe zu versetzen2 und aus Gefäßen des Zornes Gefäße der Barmherzigkeit zu machen.3 Das alles wird als Werk Gottes so erkannt, daß dem Dieß bewirkenden Gott stets der Dank und Preis für die Erleuchtung und Besserung Solcher gezollt wird.

1: Besonders I. Tim. 2, 1.
2: Coloss. 1, 13.
3: Röm. 9, 22 u. 23.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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