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Laktanz († nach 317) - Auszug aus den göttlichen Unterweisungen (Epitome divinarum institutionum).

44. Christus, die wahre Weisheit.

Wenn also Gott die Juden verworfen hat, wie die untrüglichen hl. Schriften verkündigen, und wenn er, wie wir es mit Augen sehen, die Heiden aufgenommen und sie aus den Finsternissen des gegenwärtigen Weltlebens und aus den Banden der Dämonen erlöst hat, so bleibt für den Menschen nur eine Hoffnung übrig, und diese liegt im Anschluß an die wahre Religion und an die wahre Weisheit, die Christus ist; wer Christus nicht kennt, der bleibt von Wahrheit und Gott immer durch eine Kluft getrennt. Mögen nur die Juden oder die Weltweisen auf ihren höchsten Gott sich nichts zugute halten: wer den Sohn nicht kennt, kann auch den Vater nicht kennen. Dies ist die Weisheit und dies das Geheimnis des höchsten Gottes. Durch Christus will Gott erkannt und geehrt werden. Aus dem Grunde hat Gott die Propheten vorausgesandt, um von der Ankunft des Sohnes zu weissagen, damit, wenn sich alle Vorhersagungen an ihm erfüllt hätten, die Menschen an ihn als den Sohn Gottes und wahren Gott glaubten. Man darf dies jedoch nicht so verstehen, als ob in Gott eine Zweiheit wäre. Denn der Vater und der Sohn sind eins. Der Vater liebt den Sohn und teilt ihm alles mit; und der Sohn willfährt getreulich dem Vater und will nichts, als was der Vater will; man kann daher eine so natürliche Unzertrennlichkeit nicht auseinanderreißen; man kann die nicht als zwei bezeichnen, in denen Wesenheit, Wille und Treue eine einzige ist. So ist also der Sohn durch den Vater und der Vater durch den Sohn. Beiden muß man eine Ehre erweisen als einem einzigen Gott, und zwischen beiden so die Verehrung teilen, daß die Teilung selbst durch unlösbaren Zusammenhang verbunden bleibt. Keiner von beiden bleibt dem übrig, der den Vater vom Sohn oder den Sohn vom Vater scheidet.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger