Innocentius, Papa 402-417 - Briefe Briefe 27. Brief der karthagischen Synode v. J. 416 an den P. Innocentius
5. Sie leugnen ferner die Nothwendigkeit der Kindertaufe zur Erlangung des Heiles. Sie leugnen auch, daß die Kinder wegen des Heiles, welches durch den Erlöser Christus verliehen wird, getauft werden müssen, und tödten so jene durch diese ihre verderbliche Lehre für die Ewigkeit, indem sie versprechen, sie würden auch, ohne getauft zu sein, das ewige Leben erlangen, und (behaupten), sie gehörten nicht zu Denjenigen, von welchen der Herr sagt:1 „Denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren war." Diese sind nemlich, wie sie sagen, nicht verloren gegangen,auch ist Nichts in ihnen, was der Rettung oder Erlösung um einen solchen Preis bedürftig wäre, weil in ihnen nichts Sündhaftes, nichts unter der Gewalt des Teufels Geknechtetes ist noch für sie das Blut vergossen wurde, das, wie man lese, für die Vergebung der Sünden vergossen worden ist. Gleichwohl hat schon Cälestius in seiner Schrift bei der carthagischen Kirche bekannt, daß durch die Taufe Christi auch die Erlösung der Kinder geschehe. Viele aber,welche deren Schülern angehören oder angehört haben, hören nicht auf, diese schlechten (Lehren), durch welche sie die Grundlagen des christlichen Glaubens zu untergraben suchen, auf jede mögliche Weise zu vertheidigen.
1: Luk. 19, 10.
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