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Chrysostomus († 407) - Vom jungfräulichen Stande (De virginitate)

71. Durch die Schwelgerei wird auch die Seele geschädiget.

Man kann auch noch von einer andern Seite die Eckelhaftigkeit, die Nachtheile und die Häßlichkeit der Schwelgerei nachweisen, indem man die Krankheiten durchgeht, in welche sie die Seele stürzt, und die viel zahlreicher und ärger sind, als die des Leibes. Denn sie macht die Menschen weichlich, weibisch, keck, prahlerisch, ausgelassen, übermüthig, unkeusch, zornig, grausam, unfreigebig, geizig, sklavisch gesinnt und zu allem Nützlichen und Nothwendigen untauglich. Das Gegentheil von all dem bewirkt die Nüchternheit. Aber jetzt drängt mich die Rede zu etwas Anderm. Nachdem wir daher nur noch Eines beigefügt haben, laßt uns wieder die apostolischen Worte in’s Auge fassen.

Wenn nun das, was so wünschenswerth zu sein scheint, mit so vielen Uebeln angefüllt ist und sowohl der Seele als dem Leibe ein so großes Gestöber von Krankheiten zuzieht, wohin sollen wir folgende Uebel setzen, z. B. die [S. 262] Furcht vor den Obrigkeiten, die Angriffe der Volksmassen, die Nachstellungen der Angeber und Neider, welche zumeist die Reichen umgarnen? Fürwahr noch heftiger müssen die Frauen von diesen Leiden geängstiget werden, weil sie diese Veränderungen weniger muthvoll ertragen.

 

 

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Einleitung: Vom jungfräulichen Stande

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger