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Chrysostomus († 407) - Vom jungfräulichen Stande (De virginitate)

26. Derjenige, welcher als Jungfrau leben könnte, aber heirathet, fügt sich den größten Schaden zu.

Wer nämlich den, welcher nackt zu kämpfen und zu siegen vermag, mit Waffen versieht, unterstützt ihn nicht nur nicht, sondern thut ihm vielmehr den größten Schimpf an, da er ihn um die Bewunderung und die glänzenden [S. 191] Kronen bringt; denn er gestattet ja nicht, daß sich dessen ganze Tapferkeit zeige, noch daß seine Siegestrophäe allgemein bekannt werde. Bei der Ehe ist aber ein noch größerer Verlust; denn sie benimmt nicht bloß das Lob der Menge, sondern auch die für die Jungfrau hinterlegte Belohnung. Darum ist es dem Menschen gut, kein Weib zu berühren. — „Warum gestattest du nun, es zu berühren?“ Wegen der Hurerei, heißt es. Ich trage Bedenken, dich bis zum Gipfel der Jungfrauschaft empor zu heben, damit du nicht in den Abgrund der Hurerei herabstürzest. Noch bist du nicht so leichtbeschwingt, daß ich dich bis zu diesem Gipfel erheben könnte. Und doch nahmen sie den Kampf auf und sprangen dem Schmucke der Jungfräulichkeit zu. Warum fürchtest und zitterst du also, o heiliger Paulus? Weil diese vielleicht aus Unkenntniß diesen Eifer entfalten; mich aber macht die Erfahrung und die Gefahr dieses Kampfes zu ängstlich, um ihn auch Andern zu rathen.

 

 

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Einleitung: Vom jungfräulichen Stande

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger