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Chrysostomus († 407) - Vom jungfräulichen Stande (De virginitate)

18. Nicht der jungfräuliche Stand, sondern die Sünde vermindert unser Geschlecht.

Daß aber nicht der jungfräuliche Stand dem Menschengeschlechte den Untergang bringe, sondern die Sünden und die unnatürlichen Vermischungen, beweist jene Vertilgung der Menschen und Thiere, kurz aller lebenden Wesen auf Erden zur Zeit Noe’s. Denn hätten damals die Kinder Gottes der schändlichsten Lust widerstanden und die Jungfräulichkeit in Ehren gehalten, und nicht mit gottlosen Blicken auf die Töchter der Menschen geschaut,1 so würde dieses Verderben nie über sie hereingebrochen sein. Indessen soll ja Niemand glauben, daß ich diesen ihren Untergang der Ehe zur Last lege; denn das behaupte ich jetzt nicht, sondern daß, wenn unser Geschlecht untergeht und zerstört wird, dieß nicht die Schuld des jungfräulichen Standes, sondern der Sünde sei.

1: Gen. 6, 2.

 

 

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Einleitung: Vom jungfräulichen Stande

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger