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Eusebius von Cäsarea († um 340) - Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica)
Zweites Buch

14. Kap. Die Predigt des Apostels Petrus in Rom.

14. Diesen Simon, den Vater und Urheber solcher Schändlichkeiten, stellte damals die schlimme, dem Guten abholde und den Menschen wegen ihrer Erlösung mißgünstige Kraft als gewaltige Gegenmacht gegen die großen, gotterleuchteten Apostel unseres Erlösers auf. Doch die göttliche, himmlische Gnade half ihren Dienern. Durch das Erscheinen und Auftreten derselben löschte die Gnade rasch die angefachte Flamme des Bösen aus, indem sie durch jene Männer alles, was sich hochmütig gegen die Erkenntnis Gottes erhob, verdemütigte1 und überwand. Daher hatte weder das Beginnen des Simon noch das irgendeines anderen damals aufgetretenen Mannes in jenen apostolischen Zeiten Bestand. Der Glanz der Wahrheit und das göttliche Wort selbst, das vor kurzem vom Himmel herab den Menschen geleuchtet hatte, sich auf Erden ausbreitete und in den Aposteln wirkte, gewann über alles Sieg und Macht. Nachdem der erwähnte Betrüger zuerst vom Apostel Petrus in Judäa seiner bösen Taten überführt worden war, ergriff er alsbald die Flucht und begab sich, in seinem Geiste von einem göttlichen wunderbaren Lichte geblendet, auf eine große Seereise vom Osten nach Westen in der Meinung, [S. 78] nur dort ein Leben nach Wunsch führen zu können. Nach seiner Ankunft in der Stadt der Römer hatte er infolge energischer Unterstützung von seiten der dort lauernden Macht in kurzer Zeit in seinen Unternehmungen solchen Erfolg, daß er von den Bewohnern wie ein Gott durch Errichtung einer Bildsäule geehrt wurde. Doch nicht lange dauerte sein Erfolg. Denn noch unter der Regierung des Klaudius führte die allgütige und so barmherzige, alles beherrschende Vorsehung sofort Petrus, den gewaltigen und großen unter den Aposteln, der infolge seiner Tüchtigkeit der Wortführer aller anderen war, nach Rom, um gegen diese gefährliche Pest des Lebens aufzutreten. Wie ein tapferer Feldherr Gottes, mit göttlichen Waffen ausgerüstet, brachte er den kostbaren Schatz des geistigen Lichtes aus dem Osten nach dem Westen, indem er das Licht selbst und das die Seelen rettende Wort, die Lehre vom Himmelreich, verkündete.

1: Vgl. 2 Kor. 10, 5.

 

 

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Einleitung: Kirchengeschichte des Eusebius

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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