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Chrysostomus († 407) - Reden

Sieben Lobreden auf den heiligen Paulus

Einleitung

 Vorbemerkungen.

Bei Montfaucon II. 476 ff.

Die folgenden Lobreden auf den heiligen Paulus, reich an den herrlichen Gedanken, in der Form durchgängig etwas skizzenhaft gehalten, sind von einem gewissen Anianus ins Lateinische übersetzt worden. Dieser Anianus ist aller Wahrscheinlichkeit nach identisch mit dem Pelagianer gleichen Namens, der im Jahre 415 an der Synode zu Diospolis Theil nahm. Statt einleitender Bemerkungen mögen hier einige Sätze aus dem Begleitschreiben ihre Stelle finden, welches Anianus seiner Übersetzung, indem er sie einem gewissen Presbyter Evangelus schickte, beigelegt hat. Das Schreiben ist abgedruckt bei Montfaucon II. 475 ff.

„Das Bild des heiligen Paulus, das uns hier vorgehalten wird, strahlt nicht vom unechten Glanze falschen Lobes, sondern nur von der lautern Wahrheit und Wirklichkeit seiner Tugenden. Sei es, daß seine großartige Wirksamkeit, oder die Weisheit seiner Lehren, oder sein Reichthum an Mitteln zur Ausbreitung des Christenthums, oder die Größe seiner Leiden und seiner Wunder, oder endlich jene kluge Mäßigung gepriesen wird, die [S. 299] ihn seine apostolische Tätigkeit stets den jeweiligen Bedürfnissen anpassen lehrte, — allemal fließt sein Lob aus dem Munde des unvergleichlichen Redners so rein und gediegen, daß der große Völkerapostel durch die Macht des Wortes nicht so fast geschildert, als vielmehr aus dem Grabe erweckt zu sein scheint, um uns neuerdings ein Beispiel vollkommenen Wandels zu geben. Wenn andere Redner ihren Helden preisen, kommt uns ihr Lob in der Regel matt und durstig vor; es will uns bedünken, daß sie nur an der Oberfläche umhertasten und die Tugenden weniger der Sache als dem Namen nach vorführen. Der selige Johannes [Chrysostomus] dagegen ist meiner Ansicht nach, indem er in die Seele des heiligen Paulus tiefer hineinsah und sie fast greifbar vor unsere Augen stellte, bis in das innerste Wesen seiner Heiligkeit vorgedrungen und hat den eigentlichen Kern seiner Tugenden auf den rechten Ausdruck gebracht. In diesen Lobreden haben alle Tagenden des Apostels Gestalt und Leben gewonnen und prangen im Schmucke ihrer Blüthen und Früchte … Der heilige Johannes strahlt hier von Anfang bis zu Ende so hellen Glanz aus, daß man unschwer das Licht seiner Gedanken auch zwischen dem Gewölke meiner mangelhaften Ausdrucksweise wird hindurchschimmern sehen.“ So der alte Übersetzer Anianus.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger