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Apokryphe Literatur - Oden Salomos

9. Ode

[S. 38] Öffnet eure Ohren, ich will zu euch reden, gebt mir eure Seele, daß auch ich euch meine Seele gebe, 2 das Wort des Herrn und seinen Willen, den heiligen Ratschluß, den er gefaßt hat über seinen Gesalbten. 3 Denn auf dem Willen des Herrn beruht eure Rettung, und sein Gedanke ist ewiges Leben, und unvergänglich ist eure Vollendung. 4 Seid reich in Gott, dem Vater, und nehmet auf den Gedanken des Höchsten, 5 seid stark und laßt euch erlösen durch seine Gnade. 6 Denn ich verkündige euch Frieden, euch, seinen Heiligen, 7 damit alle, die (es) hören, nicht in Krieg geraten, und die wiederum, die ihn erkannt haben, nicht verloren gehen, und daß die, welche (es) angenommen haben, sich nicht schämen. 8 Die ewige Krone ist die Wahrheit, selig diejenigen, welche sie auf ihr Haupt setzen; 9 ein kostbarer Stein (ist sie), denn Kriege sind um die Krone geführt worden, 10 und die Gerechtigkeit hat sie genommen und hat sie euch gegeben. 11 Setzt auf die Krone in seinem Bunde, die Wahrheit1 des Herrn. 12 Und alle diejenigen, die den Sieg errungen haben, [S. 39] sollen eingetragen werden in sein Buch, 13 denn ihr Buch ist der Sieg, der euer ist, und er2 sieht euch vor sich, und will, daß ihr erlöst werdet. Hallelujah.

(Zu Ode 9.)

[Forts. v. [S. 38] ] 1. „daß auch ich euch meine Seele gebe“] ein sehr starker Ausdruck für die Correspondenz zwischen dem Prediger und seinen Hörern; aber im Wort des Predigers redet Gott selbst.
2. über seinen Gesalbten]. Hier braucht an sich an Jesus keineswegs gedacht zu werden (gegen Harris); aber 2 b sieht wie eine Interpolation aus; denn 3 schließt an 2 a an und vom messianischen Ratschluß, seinem Inhalt und seinen Folgen ist in dem Psalm gar nicht die Rede, sondern die Verkündigung des Predigers genügt.
3. „Unvergänglich ist eure Vollendung“.] Harris richtig: καὶ ἐν ἀφθαρσίᾳ τὸ τέλος ὑμῶν.
4. „dem Vater“] ob ursprünglich?
6. „seinen Heiligen“] s. Ode 7, 19. Zur Friedensankündigung s. Luc. 2, 14 und Ode 8, 8; 11, 3.
7. „nicht in Krieg geraten“] Es ist unstatthaft, hier mit Harris auch nur die Möglichkeit zu erörtern, ob die Flucht der Christen nach Pella hier gemeint sei.
8. S. Ode 1.
9. Nicht irdische Kriege sind gemeint.
12. Das bekannte Buch des Lebens.
13. Dieser Vers scheint fehlerhaft überliefert zu sein; so wie er lautet, kann man ihm kaum einen Sinn abgewinnen. Soll der Sieg personifiziert gedacht sein? Zu vgl. ist (mit Harris) Apok. 3, 5: ὁ νικῶν . . . οὐ μὴ ἐξαλείψω τὸ ὄνομα αὐτοῦ ἐκ τῆς βίβλου τῆς ζωῆς.

1: Harris übersetzt: „in dem wahrhaftigen Bunde des Herrn“, der Text bietet aberשררא ܫܪܪܐund nicht܂שרירא ܫܪܝܪܐ
2: nämlich „der Sieg“.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger