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Apokryphe Literatur - Oden Salomos

34. Ode

[Forts. v. [S. 65] ] Es gibt keinen rauhen Weg, da wo ein einfaches Herz ist, 2 auch keine Wunde bei geraden Gedanken, 3 auch keinen Sturmwind in der Tiefe eines erleuchteten Gedankens. 4 Wen1 von allen Seiten Vortrefflichkeit2 umgibt, in dem ist nichts [S. 66] Zwiespältiges. 5 Gleich dem was unten ist, ist das was oben ist; denn alles ist oben, unten ist nichts, sondern es kommt denen so vor, die keine Erkenntnis haben. 6 Die Gnade ist offenbart worden zu eurer Errettung. Glaubet, lebet und laßt euch erretten. Hallelujah.

(Zu Ode 34.)

[Forts. v. [S. 65] ] 1 f. Das sind gute und warm empfundene Worte!
5. Das ist eine mystische Speculation; nur das Göttliche, das Gute (das, was oben ist) hat Sein; das Schlechte bzw. das Irdische hat keine Existenz. Vgl. Acta Philippi 34: εἶπεν γάρ μοι ὁ κύριος· Ἐὰν μὴ ποιήσητε ὑμῶν τὰ κάτω εἰς τὰ ἄνω καὶ τὰ ἀριστερὰ εἰς τὰ δεξιὰ οὐ μὴ εἰσέλθητε εἰς τὴν βασιλείαν μου. Übriges erwartet man 5 a die umgekehrte Aussage: „Gleich dem, was oben ist, ist das, was unten ist“. Indessen ist doch fraglich, ob hier an das Gute und Schlechte gedacht ist. Alle Dinge haben, bevor sie auf Erden erscheinen, ihre Existenz bei Gott und vor Gott gehabt, und dies ist ihre wahre Existenz; unten zeigt sich nur ihre Erscheinung (φανεροῦνται). „Unten" ist daher „nichts“.

1: mit Rücksicht auf בה ܒܗim zweiten Teile des Satzes möchte ich lieber אידא ܐܝܕܐ statt איכא ܐܝܟܐ „wo“ lesen.
2: wörtl. „das Schöne, das Vortreffliche“. Die Übersetzung von Harris ist ganz unverständlich: where one in surrounded by every beautiful place, there is nothing, that is divided.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger