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Zosimos (um 500) - Neue Geschichte (Historia nea)
Fünftes Buch

Dreizehntes Kapitel. Empörung des Tribigildus.

[J. 399.] 1. So stunds nun in beiden Reichen! Alle aber, die zum Senat gehörten, waren über den schlimmen Zustand der Dinge unwillig, besonders Gainas, der die, einem ältern Feldherrn zukommenden, Würden nicht erhielt, und die Unersättlichkeit der Barbaren nicht mehr mit Geschenken befriedigen konnte.1 2. Noch mehr verdroß es ihn, daß alles Geld in das Haus des Eutropius getragen wurde. 3. Darüber unwillig, macht er den Tribigildus zum Vertrauten seiner Anschläge — 4. einen Mann, der Gefahren liebte, und zur tollsten Unternehmung bereit war! 5. Er führte nicht [S. 126] römische, sondern barbarische Schaaren, die in Phrygien lagen, an, über die er die Aufsicht vom Kaiser erhalten hatte. 6. Er stellte sich, als wolle er2 nach Phrygien reisen, um die, ihm untergebenen, Barbaren zu mustern, und zog daher von Konstantinopel aus. Nun nahm er die Barbaren, über die er zu befehlen hatte, zu sich, durchzog das Land umher, erlaubte sich den Mord von Männern, Weibern und Kindern, und plünderte, was ihm vorkam. In kurzer Zeit hatte er eine solche Menge von Sklaven und sonsten verworffenen Menschen an sich gezogen, daß er ganz Asien in die äusserste Gefahr brachte. 7. Lydien war voll Verwirrung, fast alles floh nach dem Meere, und schiffte mit den Seinigen entweder nach den Inseln, oder sonst wohin, und auch die Küste Asiens sahe der größten Gefahr, die über ihr schwebte, entgegen.

1: Sollte wohl besser heissen: „daß er nicht durch Geschenke geehrt wurde, welche die Unersättlichkeit eines Barbaren befriedigen konnten,“ nämlich seine eigene. Denn er war ein Gothe.
2: In der Absicht.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Vorrede zum zweiten Band
Ueber Zosimus und dessen Glaubwürdigkeit
Ueber Zosimos (Historische Briefe von G. B. (von) Schirach. Zweiter Brief. Halle, 1770.8, S. 10 folgg.)
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger