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Athanasius (295-373) - Leben des heiligen Antonius (Vita Antonii)

38. Kapitel.

Man darf sich der Gabe, Dämonen auszutreiben, nicht rühmen, noch sich brüsten mit seinen Heilungen; man darf auch nicht den allein, der das Dämonenwesen vertreibt, bewundern und den, der es nicht kann, verachten. Man soll vielmehr bei jedem die Askese beobachten und sie entweder nachahmen und ihr nacheifern oder sich bessern. Zeichen zu tun ist nicht unsere Sache, sondern das Werk des Heilandes; er sagte ja zu den Jüngern: "Freuet euch nicht, weil die Dämonen euch untertan sind, sondern weil eure Namen aufgezeichnet sind im Himmel".1 Denn wenn unsere Namen im Himmel aufgeschrieben sind, so ist dies ein Kennzeichen unserer Tugend und unseres Lebens; Dämonen auszutreiben ist eine Gnade des Heilandes, der sie verliehen hat. Deshalb antwortete er denen, welche sich nicht ihrer Tugend, sondern ihrer Zeichen rühmten und sagten: "Herr, haben wir nicht in Deinem Namen Teufel ausgetrieben und in Deinem Namen viele Wunder gewirkt?"2 - er antwortete ihnen: "Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht".3 Denn nicht kennt der Herr die Wege der Gottlosen. Man muß also mit einem [S. 727] Wort beten, wie ich oben sagte, um die Gnade der Unterscheidung der Geister zu empfangen, damit wir nicht, wie geschrieben steht, einem jeden Geiste glauben.4

1: Lk 10,20.
2: Mt 7,22.
3: Ebd. 7,23.
4: 1Joh 4,1.

 

 

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Einleitung: Die Vita des Antonius.
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger