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Gregor der Grosse († 604) - Ausgewählte Briefe

Fünftes Buch. Briefe aus den Jahren 594—595.

I. (5.) An den Bischof Dominikus von Karthago.

Inhalt

I.
Gesammtausgabe 5.

An den Bischof Dominikus von Karthago.

Inhalt: Nach Br. III, 48 und IV., 35 hatte derselbe über die Abhaltung eines afrikanischen Provinzialconcils zu berichten. An diesem Bericht wird zwar der Eifer gelobt, zu große Strenge gegen Bischöfe jedoch getadelt.

AIs Prosper, der Überbringer dieses Schreibens, Euer Gesandter, zu Uns kam, überreichte er Uns nach andern Erweisungen Eurer Liebe Euren zweiten Brief mit Beischluß der kaiserlichen Verordnungen in Folge der bei Euch abgehaltenen Synode. Nachdem Wir Dieß gelesen, wünschten Wir Uns Glück zu Euerm Seelsorgseifer und freuten Uns besonders darüber, daß die allergottesfürchtigsten Kaiser die Verläumdungen zum Schweigen gebracht haben, welche käufliche Personen aus Anlaß der Religion erhoben hatten. Vorzüglich aber befriedigte Uns das Bemühen Ew. Brüderlichkeit, die afrikanische Provinz mit allem priesterlichen Eifer in [S. 232] solchem Zustand zn erhalten, daß die schlimmen Sekten der Irrlehrer nicht aufkommen können. Wie man diese brach legen könne, darüber erinnern Wir Uns, noch ehe Wir durch die Zuschriften Deiner Liebe darum angegangen wurden, genauere Anweisungen erlassen zu haben, 1und halten deßhalb nicht für nothwendig, noch einmal darauf zurückgitkom* men. Obwohl sich Dieß nun so verhält, und obwohl Wir wünschen, daß die katholischen Bischöfe jederzeit mit Kraft und gründlicher Widerlegung alle Irrlehre bekämpfen, so befiel Uns doch bei genauer Erwägung die Furcht, es möchte durch Eure Beschlüsse den Vorständen anderer Concilien, was Gott verbitte, — Anstoß gegeben werben. Ihr habt nämlich zum Schluß der Verhandlungen eine Strafandrohung erlassen, indem Ihr zur Aufspürung der Irrlehrer ermahnet und erklärt, daß die hierin Nachlässigen ihres Ranges und Vermögens beraubt werden sollen. Die Hauptsache ist, geliebtester Bruder, so oft Wir nach aussen strafend auftreten müssen, daß Wir dabei im Herzen die Liebe bewahren und — worin Wir glauben, daß es mit Eurer Strenge verbunden ist, — Uns im Geiste auch Jenen unterwerfen, die niedrigern Ranges sind als Wir. Dann werdet Ihr am Besten mit Vereinigung aller Kräfte den Irrthümern der Ketzer entgegen treten, wenn Ihr nach priesterlicher Sitte die Einheit im Innern zu bewahren bestrebt seid. [S. 233]

1: S. Br. IV. 34, 35.

 

 

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