Palladius von Helenopolis († vor 431) - Leben der Väter (Historia Lausiaca)
56. Olympias.1 In ihre Fußstapfen trat voll unermüdlichen Eifers die hochehrwürdige Olympias, die Tochter des Ritters [S. 424] Seleukus und Enkelin des Ablabius, der aus konsularischem Geschlechte war. Einige Tage war sie Braut des Stadtpräfekten Nebridius,2 aber niemals Gattin. Man sagt, als Jungfrau sei sie entschlafen, vielmehr als Braut des Wortes der Wahrheit. Allen Reichtum gab sie den Armen, kämpfte für die Wahrheit, bekehrte viele Frauen, erwies den Priestern Achtung und Ehre den Bischöfen und ward gewürdigt, Zeugnis für die Wahrheit abzulegen. In Konstantinopel zählt man sie den Bekennern bei, da sie mitten im Kampfe für die Sache Gottes starb. 1: Geb. zw. 360 u. 370, gest. 408 zu Nikomedien, aus reicher Familie; nach dem Tode des Nebridius Diakonissin, treue Anhängerin des hl. Chrysostomus, deshalb verbannt. Bei Theodosius d. Gr. fiel sie in Ungnade, weil sie einem Verwandten des Kaisers ihre Hand verweigerte. 2: zu Konstantinopel.
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