Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401) Damasus I. (366 — 384) 8. Achter pseudoisidorischer Brief des P. Damasus an Aurelius
8. Achter pseudoisidorischer Brief. 1Antwortschreiben des seligen Papstes Damasus an den Erzbischof Aurelius. Dem hochwürdigsten Bruder und Mitbischofe Aurelius (entbietet) Damasus (seinen Gruß). Damasus lobt den Aurelius ob seiner Bitte und überschickt ihm das Verlangte mit dem Versprechen, ihm bei Gelegenheit noch Weiteres zu senden. Er habe ihm von jedem einzelnen Nachfolger des hl. Petrus einige Anordnungen durch den Priester Amonius und den Diakon Felix unter sicherem Siegel überschickt. Diese nun möge er selbst beobachten und auch Anderen mittheilen, damit sie von [S. 390] Allen befolgt werden; denn „die freiwilligen Übertreter der Canones werden von den hl. Vätern strenge gerichtet und vom heiligen Geiste, auf dessen Eingebung und Gnade sie gegeben wurden, verdammt, weil mit Recht Jene als Lästerer des heiligen Geistes erscheinen, welche gegen die hl. Canones nicht aus Noth, sondern, wie gesagt, freiwillig und aus Bosheit handeln oder zu reden sich erfrechen oder denen, die so handeln, freiwillig beistimmen. Solch' ein Frevler ist offenbar eine Art Lästerer des heiligen Geistes, weil er, wie vorher erwähnt, gegen den sich vergeht, durch dessen Antrieb und Gnade die Canones erlassen wurden."2Daher ist Allen die genaue Kenntniß der Canones und deren pünctliche Beobachtung nothwendig. 1: Hinschius p. 21. 2: 14. Decret. cf. C. XXV. qu. 1, c. 5. (pseudoisidorisch).
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