Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401) Damasus I. (366 — 384) 1. Erster pseudoisidorischer Brief des P. Damasus an Hieronymus
1. Erster Pseudoisidorischer Brief.1 Schreiben des Papstes Damasus an den Priester Hieronymus. Damasus, der Bischof, (entbietet) dem Bruder und Mitpriester Hieronymus Gruß im Herrn.
Der Papst bittet Hieronymus, er möge die Psalmen nach der Übersetzung der Septuaginta herstellen und die griechische Psalmengesangsweise, wie er sie von seinem Bischofe Alexander gelernt habe, ihm nach Rom überschicken, weil daselbst, gar zu einfach, am Sonntage nur ein apostolisches Schreiben und ein Capitel aus dem Evangelium vorgelesen und nicht psallirt werde. 1: Hinschius p. 498; diesem Briefe schickt Pseudoisidor das erste Schreiben des P. Damasus an Paulinus (s. S. 267) voraus; er ist von Pseudoisidor compilirt auf Grund der von Hieronymus im Auftrage des P. Damasus vorgenommenen Verbesserung der Bibelübersetzung. Ob von Damasus durch Hieronymus der in der griechischen Kirche schon länger gebräuchliche wechselweise Psalmengesang in Rom eingeführt wurde, ist zweifehaft; Bestimmtes konnte ich hierüber nicht finden, sondern nur Vermuthungen und Widersprüche; Coustant vindicirt nach Bona (de div. psalmod. c. 16. n. 1.) die Einführung desselben dem hl. Ambrosius, Baunard aber dem hl. Damasus, wenn er (Geschichte des hl. Ambrosius S. 245) sagt: „Die Hymnen wechselten ab mit dem Gesänge der Psalmen, den Damasus in Rom im J. 371 organisirt und den Ambrosius in Mailand eingeführte gefunden hatte."
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