Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401) Damasus I. (366 — 384) 17. Brief des Hieronymus an P. Damasus über das Gleichnis vom verlorenen Sohne
„Und ich will ihm sagen: Vater! Ich habe mich versündigt wider den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr werth, dein Sohn zu heissen." Er hatte gesündiget wider den Himmel, weil er das himmlische Jerusalem, seine Mutter, verlassen hatte; er hatte gesündiget vor dem Vater, weil er den Schöpfer verlassen, das Holz aber verehrt hatte; er war nicht werth, Sohn Gottes zu heissen, weil er es vorzog ein Sclave der Götzen zu sein; „denn Jeder, der eine Sünde begeht, ist vom Teufel geboren." 1„Halte mich wie einen deiner Taglöhner." Halte mich, sagt er, wie Einen von den Juden, welche dich nur wegen der Verheissungen irdischer Güter verehren; nimm deinen reuigen Sohn wieder auf, der du so oft deiner sündigenden Taglöhner geschont hast.
1: I. Joh. 3, 3.
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