Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401) Damasus I. (366 — 384) 13. Synodalschreiben des P. Damasus gegen Apollinaris und Timotheus v. J. 383
XIII. Synodalschreiben des Damasus, Bischofs von Rom gegen Apollinarius und Timotheus. Einleitung. Wir verdanken den griechischen Text dieses Schreibens dem Theodoretus,1aus welchem es Epiphanius in's Latein übersetzte und in seine Kirchengeschichte2aufnahm; welches die Originalsprache desselben sei, ist nicht gewiß; Valesius und Merenda entscheiden sich für die lateinische. Die Veranlassung zu diesem Briefe gab dem Papste die Bitte der orientalischen Bischöfe, den Timotheus, den hervorragend- [S. 333] sten Schüler des Apollinaris, zu verurtheilen. Baronius setzt seine Abfassung in das J. 373, allein mit Unrecht; denn Damasus beruft sich in unserem Schreiben auf die schon längst über Apollinaris und Timotheus in Gegenwart des Petrus von Alexandrien ausgesprochene Verurtheilung und Absetzung, für welche aber Baronius selbst das J. 3733angibt; wir müssen also für unseren Brief jedenfalls ein viel späteres Jahr annehmen; welches, dafür gibt es keinen weiteren Anhaltspunct, er wird von Verschiedenen verschieden datirt, zwischen 378 und 384; hätte Theodoret in der Aneinanderreihung der Documente die richtige chronologische Ordnung eingehalten, so müßte man ihn, weil er auf das Schreiben der Synode zu Constantinopel v. J. 382 an die Occidentalen folgt, nach dem J. 382 ansetzen; Merenda nimmt auch das Jahr 383 an. 1: V. 10. 2: IX. 15., wo nicht durch Schuld des Epiphanius, sondern des Abschreibers der Brief die falsche Ueberschrift tragt: Brief des Damasus über die Verurtheilung des Apollinaris an Timotheus ; er las also statt ac Timothei — ad Timotheum. 3: Wir mit Merenda und Hefele das J. 376.
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