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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Erklärung der Psalmen (Expositiones in Psalmos)

Ps 4.

IV.

V.1. Zum Ende, ein Lobepsalm Davids.

Inhalt. (Von einem ungewissen Verfasser.)

Diesen Psalm weiht er, nachdem er im Kriege gesiegt hat, dem Verleiher des Sieges. [S. 378]

V.2. „Da ich rief, erhörte mich der Gott meiner Gerechtigkeit.“ Es lautet wie: „Da du noch redest, wird er sagen: Sieh, ich bin da.“ 1 „In der Bedrängniß hast Du mir Raum gemacht.“ Du hast mich nicht bloß, will er sagen, aus der Gefahr befreit, sondern mir auch gewährt, in einem weiten freien Raum zu stehen. „Erbarme Dich meiner und erhöre mein Gebet.“ Da er gesagt hat, er sei erhört worden wegen seiner Gerechtigkeit, so nimmt er deshalb zur Barmherzigkeit Gottes seine Zuflucht.

V.3. „Söhne der Menschen, wie lange ist noch euer Herz verhärtet?“ Das sagt er gleichsam zu denen, die durch ein großes Heer sich des Gerechten zu bemächtigen hofften. Diese Hoffnung aber, sagt er, ist eitel und trügerisch.

V.4. „Und wisset, daß der Herr Wunder gethan hat an seinem Heiligen.“ Das will sagen: Wisset also, die ihr auf eine große Schaar vertraut, daß er Wunderbares an dem gewirkt hat, der auf ihn vertraut. „Der Herr wird mich hören, wenn ich rufe.“ Es ist eine Zeit für eine andere gesetzt. Denn statt „er hörte“ sagte er: „Er wird hören.“

V.5. „Zürnet und sündigt nicht. Was ihr in euren Herzen saget, bereuet auf euren Lagern.“ Das spricht er theils zu den Seinen, theils zu allen Menschen. Wenn ihr auch, wie er sagen, vom Zorne erfaßt werdet, so macht ihn wirkungslos, indem ihr in der Ruhe ihn bereuet. Denn das wollen die Worte sagen: Bereut auf euren Lagern.

Daniel Barbarus: „Was ihr in eueren Herzen saget.“ Euere inneren Gedanken sollt ihr Nachts verdammen. Denn die Reue ist eine Empfindung wie ein Sporn und Stachel der Seele. Nachts aber kommt man zu reineren Entschlüssen. [S. 379]

V.6. „Opfert ein Opfer der Gerechtigkeit und hoffet auf den Herrn!“ Er lehrt, wie wir die Feinde überwinden werden. Wie werden wir sie überwinden? Indem wir gerechte Werke vollbringen und diese Gott zum Opfer bringen. „Viele sagen: Wer wird uns das Gute zeigen?“ Diese Worte passen auf die, welche die Anordnungen Gottes vernachlässigen.

V.7. „Gezeichnet ist über uns das Licht Deines Angesichts. O Herr!“ Das Licht der Welt ist Christus, der uns die wahren Güter gelehrt hat, wegen deren wir auch die geistige Freude im Geiste und Herzen genossen haben.

1: Isaias 58, 9.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger