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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Erklärung der Psalmen (Expositiones in Psalmos)

Ps 142.

CXLII.

V. 1. Ein Psalmlied Davids, da ihn sein Sohn Absalon verfolgte.

Inhalt.

Auch dieser hat einen ähnlichen Inhalt, wie der vorhergehende. Er fleht nämlich, von den Verfolgern befreit zu werden, mit vorbildlicher Bedeutung begegnete das, wie der Apostel sagt, [S. 829] den Alten und wurde zu unserer Aufmunterung geschrieben. 1 Wir werden also belehrt, in Gefahren zu Gott allein unsere Zuflucht zu nehmen, man muß wissen, daß das Gebet im Namen der Menschheit verrichtet wird, die Verfolgung und Drangsal zu leiden hat vom anmaßenden Satan, von dem sie durch die Ankunft des Eingebornen erlöst zu werden bittet.

V. 1. „Herr, erhöre mein Gebet.“ Ich flehe erhört zu werden, will er sagen, in Deiner Wahrheit. Es ist ungefähr, wie wenn er sagte: Höre auf mich und sende Deinen Eingebornen, der die Wahrheit und Gerechtigkeit ist.

V. 3. „Er versetzte mich ins Finstere wie die Todten der Vorwelt.“ Finsterniß nennt er die Unwissenheit, mit der er einst behaftet war. Denn ich unterschied mich in Nichts von einem Todten. Unter den Todten der Vorwelt versteht er die alten Götzendiener.

V. 7. „Geschwind erhöre mich, Herr! Mein Geist verschmachtet.“ In den äussersten Gefahren, wenn Jemands Seele in Gefahr ist, muß man das sagen. Nicht jedoch in menschlichen Dingen muß man es gebrauchen.

V. 8. „Laß mich frühe Deine Barmherzigkeit hören.“ Er meint die Auferstehung des Herrn am Morgen, oder er fleht wohl auch, es möge die Auferstehung Christi am Morgen vor sich gehen, durch die, wir Erbarmung finden.

„Thu mir kund, o Herr, den Weg, auf dem ich wandeln soll.“ Er bittet der evangelischen Lehre theilhaftig zu werben.

V. 9. „Errette mich von meinen Feinden.“ Nämlich von den geistigen. [S. 830]

1: Gal. 4, 24; Röm. 15. 4.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger