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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Erklärung der Psalmen (Expositiones in Psalmos)

Ps 137.

CXXXVII.

V. 1. Von David, durch Zacharias.

Inhalt.

Der gegenwärtige Psalm schließt eine Prophezeiung der Berufung aller Völker in sich, für die er dankt. Denn nicht er allein, der König ist, ist der göttlichen Erscheinung der Gottheit gewürdigt worden, sondern er sagt, daß viele Könige der Völker der nämlichen Gnade werden gewürdigt werden, was erst nach seiner Ankunft geschehen ist.

V. 1. „Ich werde Dir bekennen, o Herr, von meinem ganzen Herzen.“ Diesen Auftrag hat der Heiland dem Reichen gegeben mit den Worten: „Du sollst Gott Deinen Herrn lieben aus Deinem ganzen Herzen und aus allen Deinen Kräften.“' 1

V. 2. „Vor dem Angesichte der Engel werde ich Dir lobsingen, ich werde anbeten in Deinem heiligen Tempel.“ Weil die Engel anwesend sind und seinen Sieg in Gott beständig schauen. „Und ich werde bekennen Deinem Namen um Deiner Barmherzigkeit und Deiner Wahrheit willen.“ Ich werde danken, will er sagen, weil ich vom Schatten erlöst und der Wahrheit gewürdigt worden bin. „Denn Du hast groß gemacht über Alles Deinen heiligen Namen.“ Er erklärt, daß er für die Berufung der Heiden seinen Dank darbringe. Nicht nur für die empfangenen Wohlthaten danke ich, sondern auch, weil ich in Allem Deine Herrlichkeit schaue, da Du Schöpfer bist, da Du [S. 817] Wohlthaten spendest, da Du Strafe verhängst. Denn es gibt Nichts in der Schöpfung, was nicht Deine Größe verkündet.

V. 3. „Vermehren wirst Du mich in meiner Seele durch Deine Kraft.“ Unter Vermehrung 2 versteht er die lange Dauer. Der Sinn aber ist: Durch Deine Kraft wirst Du mich von der Vergänglichkeit zur Unvergänglichleit umgestalten.

V.5. „Und sie sollen singen die Gesänge des Herrn; denn groß ist die Herrlichkeit des Herrn.“ Er hat geschrieben von den Gesängen des Herrn, und er verkündet, daß alle Herren sie singen werden.

V. 6. „Denn erhaben ist der Herr und sieht auf das Niedrige.“ Wundere Dich nicht, will er sagen, wenn das unter den Menschen geschehen wird. Denn von der Fürsorge Gottes sind die menschlichen Dinge nicht ausgeschlossen. „Und er kennt das Hohe von ferne.“ Er hat nämlich nach dem göttlichen Apostel von Erschaffung der Welt an die Berufung der Heiden und ihre Erhebung in die Höhe vorherbestimmt.

V. 7. „Wenn ich wandle mitten in der Trübsal, wirst Du mich beleben.“ Ähnlich ist: „Ihr werdet Bedrängniß haben in der Welt, aber seid getrost. Ich habe die Welt überwunden.“ „Über den Zorn meiner Feinde strecktest Du Deine Hände aus.“ Es ist nämlich gegen sie die Rechte des Vaters erhoben worden, der Sohn nämlich, die uns gerettet hat.

V. 8. „Der Herr wird vergelten statt meiner.“ Er richtete nämlich das uns zugefügte Unrecht und stieß den Fürsten der Welt hinaus. [S. 818]

1: Matth. 22, 37.
2: Xxxxx. Athanasius denkt sich das Wort zusammengesetzt xxxx und xxxx Zeit, nicht xxxxx Sorge.

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitende Notizen zur Psalmenerklärung
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger