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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Erklärung der Psalmen (Expositiones in Psalmos)

Ps 134.

CXXXIV.

V. I. Alleluja.

V. 1. „Lobet den Namen des Herrn, lobet, Knechte, den Herrn.“ Auch dieser Psalm wird noch an die gerichtet, welche eingeführt werden, und bringt die Mahnung: „Lobet Gott.“ Denn das Wort „Allelu“ heißt übersetzt : Lobet, „Ja“ aber: den Herrn.1

V. 3. „Lobet den Herrn. Denn gut ist der Herr. Lobsinget seinem Namen, denn er ist lieblich.“ Er fordert sie auf, zu lobsingen, nachdem sie früher schon in Ägypten den Götzen gedient hatten. Das waren aber die Nachkommen Jakobs. 2 Sie wurden berufen zur Lobpreisung Gottes.

V. 4. „Israel zu seinem Eigenthum.“ Das heißt: zu seinem Auserwählten. Denn der durchschauende Geist ist Israel. [S. 812]

V.5. „Denn ich erkannte, daß der Herr groß ist, und daß unser Herr über alle Götter ist.“ Aus der schöpferischen Kraft erkannte er ihn als Herrn.

V. 6. „In den Meeren und in allen Tiefen. V. 7. Der Wolken herausführt von den Enden der Erde.“ Das spricht er, weil von aussen die Erde von den Meeren umfangen ist, aus denen er die Wolken empor-führt. „Blitze machte er zu Regen.“ Und das ist wohl ein Sinnbild der göttlichen Macht, daß er die feurigen Blitze und das Wasser am nämlichen Orte vermischt. „Der die Winde herausbringt aus ihren Schatzkammern.“ Er deutete durch die Schatzkammern an, daß die Natur der Winde den Menschen unbegreiflich ist. Ähnlich ist der Ausspruch des Herrn: „Der Wind weht, wo er will, und du hörst seine Stimme, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht.“ 3

V. 8. „Der die Erstgeburt in Ägypten er schlug vom Menschen bis zum Vieh.“ Die letzte Plage führt er zuerst an, da sie nach derselben die Freiheit erlangten. Er spricht auch vom Vieh, da dieses wegen des Menschen entstanden ist und es seinetwegen gezüchtigt wird, so daß zur Vermehrung des Schreckens die Plage als eine von Gott verhängte erscheint.

V. 15. „Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, Werke von Menschenhänden.“ Nachdem er die göttliche Vorsehung gezeigt und verherrlicht hat, spricht er zu denen, die von den Heiden jüngst beigetreten sind, wie wenn sie noch Knechte wären. 4 und fügt unmittelbar eine Widerlegung der Götter bei, an die sie einst glaubten, wie er gesagt hat: „Denn ich weiß, daß der Herr groß ist und unser Herr über alle Götter ist.“ 5 Denn so viele und so große Werke hat der Herr gethan, aber euere früheren Götter sind nur todte und stumme Götzenbilder. [S. 813] denen die ähnlich werden sollen, die sie machen. 6 Denn wie sind die, welche die leblosen Dinge anbeten, nicht ihren Seelen nach zu Sternen geworden? Und die er oben nach der Gewohnheit Götter nannte, die entehrt er jetzt und nennt sie Götzen, indem er ihnen den Stoff und die künstliche Verfertigung vorwirft.

1: Vgl, dagegen die Inhaltsangabe zu Ps. 104.
2: V. 4.
3: Joh. 3, 8
4: V. 14.
5: V. 5.
6: V. 5-18.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger