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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Erklärung der Psalmen (Expositiones in Psalmos)

Ps 126.

CXXVI.

V. 1. Ein Stufengesang Salomos.

Inhalt.

Der achte Gesang wird gesungen, da bereits der Grundstein des Tempels gelegt ist, da sie hofften, der Bau sei unerschütterlich. Verborgener Weise prophezeit er nun seinen bevorstehenden Untergang unter der Herrschaft der Römer und verbindet damit auch die Prophezeiung über die Kirche Christi. Er wird aber in prophetischer Weise von Salomo gesungen, wie es ja auch Psalmen von Zacharias und Aggäus gibt. Die Oktave ist natürlich der Anfang des neuen Bundes.

V. 1. „Wenn der Herr das Haus nicht baut, arbeiten vergebens, die es bauen.“ Weil die Juden auf die Festigkeit des Baues stolz sind, spricht er diese Worte.

V. 3. „Wenn er seinen Geliebten Schlaf verleiht, siehe, da sind Söhne die Erbschaft des Herrn.“ Seid nicht stolz auf den Tempel, will er sagen, als ob in ihm euch die Erbschaft verliehen würde. Denn diese ist er nicht, sondern wenn er seinen Geliebten vom früheren Volke, das heißt, wenn er den Propheten Ruhe gewährt, dann wird er seinen Söhnen die Erbschaft geben. Welche sollen aber das anders sein als die Jünger ? Denn die göttliche Verheissung und der Segen der Kinder ist denen gleichsam als Lohn gegeben worden, die auf ihn gehofft haben. „Der Lohn der Leibesfrucht.“ Die Leibesfrucht ist wohl das Heil des Geistes, wie es heißt: „Wir waren in den Wehen und gebarenden Geist des Heiles, den wir machten auf Erden.“ 1 Als Lohn dieser Frucht, sowie [S. 802] als Erbschaft, wird die Annahme an Kindes Statt verliehen werden.

V. 4. „Wie Pfeile in der Hand eines Mächtigen, so sind die Söhne der Abgeschüttelten.“ Abgeschüttelte nennt er die Verworfenen des früheren Volkes. Ihre Söhne, das heißt die Apostel, sind Pfeile des Mächtigen geworden. Durch sie erlegte er die feindlichen Mächte.

V. 5. „Glückselig der Mann, der sein Verlangen an ihnen erfüllen wird.“ Er preist von ihnen die selig, die aus dem Unterricht Gewinn ziehen werden. „Sie werden sich nicht schämen, wenn sie zu ihren Feinden in den Thoren sprechen.“ Deutlich gibt er das Erscheinen der Predigt zu erkennen.

1: Js. 26. 18.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger