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Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Brief an Marcellinus über die Erklärung der Psalmen (Epistula ad Marcellinum)
Brief an Marcellinus

24.

Da unsere Natur ohnmächtig ist, so hast Du, wenn Du wegen der Bedrängnisse des Lebens gleichsam zum Bettler geworden einmal verzagt bist und Trost finden willst, den hundertsten. Und da es sich geziemt, daß wir durch Alles und in Allem Gott Dank sagen, so kannst Du, wenn Du Gott preisen willst, um Deine Seele anzuspornen, den hundertzweiten und hundertdritten vortragen. Willst Du Gott loben und wissen, wie und aus welchem Grunde man ihn loben soll, und welche Worte der Lobpreisende gebrauchen soll, so hast Du den hundertzwölften, hundertsechzehnten, hundertvierunddreissigsten, hundertfünfundvierzigsten, hundertsechsundvierzigsten, hundertsiebenundvierzigsten, hundertachtundvierzigsten, hundertneunundvierzigsten und hundertfünfzigsten. Glaubst Du an Das, was der Herr gesprochen hat, und glaubst Das, was Du im Gebete sprichst, so trage den hundertfünfzehnten vor. Fühlst Du, daß Du in Deinen Werken fortschreitest, so daß Du sagen kannst: „Was hinter mir ist, vergesse ich, und nach dem, was vor mir ist, strecke ich mich aus,“ 1 so kannst Du für jede einzelne Stufe des Fortschreitens die fünfzehn Stufengesänge singen.

1: Philipp. 3,13.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger