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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse

Neuntes Gleichnis

1. Kap. Das Aussehen der zwölf Berge.

1. Als ich die Gebote und Gleichnisse des Hirten, des Engels der Buße, aufgeschrieben hatte, kam er zu mir und sprach zu mir: „Ich will dir zeigen, was dir der Heilige Geist gezeigt hat, der in der Gestalt der Kirche mit dir gesprochen hat; jener Geist nämlich ist der Sohn Gottes. 2. Da du nämlich zu schwach warst im Fleische, wurde dir keine Offenbarung durch einen Engel gegeben. Nachdem du dann gestärkt warst durch den Geist und gekräftigt in deiner Kraft, so dass du auch den Anblick eines Engels ertragen konntest, da wurde dir durch die Kirche der Bau des Turmes geoffenbart; du hast alles schön und würdig geschaut, wie wenn eine Jungfrau es dir gezeigt hätte. Jetzt aber wird dir die Offenbarung von einem Engel durch denselben Geist gegeben. 3. Aber du sollst durch meine Vermittlung alles genauer kennen lernen. Deshalb wurde mir auch von dem herrlichen Engel der Auftrag gegeben, in deinem Hause zu wohnen, damit du alles mit starkem Sinne sehest, nichts fürchtend wie das erste Mal.“ 4. Und er führte mich weg nach Arkadien auf einen busenförmigen Berg, hieß mich auf der Spitze des Berges niedersitzen und zeigte mir eine große Ebene und rings um die Ebene zwölf Berge, von denen jeder ein anderes Aussehen hatte. 5. Der erste war schwarz wie Ruß, der zweite war kahl ohne Pflanzenwuchs, der dritte war voll Dornen und Disteln. 6. Was auf dem vierten wuchs, war halbdürr, oben grün und gegen die Wurzel hin verdorrt; einige Pflanzen verdorrten, wenn die Sonne darauf brannte. 7. Der fünfte Berg hatte grüne Kräuter, war aber rauh. Der sechste Berg war voll von Spalten, teils [S. 258] kleinen teils großen; in den Spalten wuchsen Pflanzen, aber sie waren gar nicht üppig, sondern mager. 8. Der siebte Berg hatte lachende Kräuter, und der ganze Berg war frisch, und alle Arten von Tieren und Vögeln weideten auf diesem Berge; und je mehr die Tiere und die Vögel fraßen, um so reicher wuchsen die Pflanzen dieses Berges. Der achte Berg war voll von Quellen, und alle Geschöpfe des Herrn tranken aus den Quellen dieses Berges. 9. Der neunte Berg aber hatte gar kein Wasser und sah ganz wie eine Wüste aus; auf ihm lebten wilde Tiere und tödliche Schlangen, die den Menschen verderblich sind. Der zehnte Berg war mit sehr hohen Bäumen bewachsen und war ganz schattig, und in seinem Schatten lagerten viele Schafe, die ausruhten und wiederkäuten. 10. Auf dem elften Berge standen die Bäume dicht, ganz dicht beieinander, und zwar waren es fruchtbare Bäume, jeder mit anderen Früchten behangen, dass es jeden, der sie sah, gelüstete, davon zu essen. Der zwölfte Berg war ganz weiß und bot einen freudigen Anblick, und der Berg an sich war sehr schön.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger