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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis

28. Kap. Der elfte Berg.

1. „Mit den Gläubigen vom elften Berge, wo die mit Früchten beladenen Bäume, jeder mit anderen Früchten geschmückt, standen, verhält es sich so: 2. das sind die, welche für den Namen des Gottessohnes gelitten, und zwar aus ganzem Herzen gerne gelitten und ihr Leben hingegeben haben1.“ 3. „Weshalb, o Herr, tragen zwar alle Bäume Früchte, während einige von ihnen wieder schönere Früchte haben?“ „Höre“, erwiderte er; „in Ansehen sind bei Gott alle, die einmal wegen des Namens gelitten haben; die Sünden von allen diesen wurden getilgt, weil sie wegen des Namens des Gottessohnes gelitten haben. Höre auch, warum ihre Früchte verschieden, teilweise sogar hervorragend sind. 4. Wer vor die Obrigkeit geführt und untersucht wurde, aber nicht leugnete, sondern bereitwillig litt, der steht in größerem Ansehen bei dem Herrn; seine Frucht ist hervorragend. Wer aber feig und zögernd in seinem Herzen überlegte, ob er leugnen oder bekennen sollte und so litt, dessen Früchte sind geringer, weil dieser Gedanke in seinem Herzen aufstieg; denn das ist ein schlechter Gedanke, dass ein Diener seinen Herrn verraten solle. 5. Sehet also ihr, die ihr solche Erwägungen heget, zu, dass nicht ein solcher Gedanke in euren Herzen wohne, und ihr für Gott sterbet. Ihr aber, die ihr um des Namens willen gelitten habt, seid Gott zu Dank verpflichtet, dass er euch gewürdigt hat, diesen Namen zu tragen und Heilung aller eurer Sünden zu erlangen. 6. So preiset euch also glücklich; glaubet aber ein großes Werk vollbracht zu haben, wenn einer aus euch Gottes wegen gelitten hat. Das Leben schenkt euch der Herr, und ihr sehet es nicht ein; eure Sünden waren [S. 282] nämlich schwer geworden, und wenn ihr nicht um des Herrn Namen willen gelitten hättet, wäret ihr wegen eurer Sünden tot gewesen für Gott. 7. Das sage ich euch, die ihr unschlüssig seid, ob ihr leugnen oder bekennen sollet; bekennet, dass ihr einen Herrn habet, damit ihr nicht, wenn ihr leugnet, in das (ewige) Gefängnis überliefert werdet. 8. Wenn die Heiden ihre Sklaven strafen, wenn einer seinen Herrn verleugnet hat, was meinet ihr, dass der Herr, der die Herrschaft über alles [hat], euch tun wird? Bannet also solche Gedanken aus euren Herzen, auf dass ihr für immer in Gott lebet.“

1: Apg 15:26.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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