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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis

18. Kap. Die Sünde des Gläubigen ist größer als die des Ungläubigen.

1. „Wieso, Herr“, fragte ich, „wurden sie schlechter, nachdem sie doch Gott erkannt hatten?“ „Wer Gott nicht kennt“, sprach er, „und sündigt, der wird bestraft für seine Sünde; wer aber Gott erkannt hat, darf nichts Böses mehr tun, sondern er muss recht handeln. 2. Wenn nun der, welcher recht handeln muss, Böses tut, scheint [S. 275] der nicht ein größeres Unrecht zu begehen als der, welcher Gott nicht kennt? Deshalb sind die, welche ohne Gott zu kennen Böses tun, zum Tode verurteilt, und die, welche Gott kennen und seine Großtaten gesehen haben und dennoch sündigen, werden doppelt bestraft und zum ewigen Tode verurteilt werden. Auf diese Weise wird die Kirche Gottes gereinigt werden. 3. Wie du es beim Turme sahest, dass die Steine herausgenommen, den bösen Geistern übergeben und von dort entfernt wurden, so werden die Gereinigten einen Leib bilden, und wie der Turm nach der Reinigung wie aus einem Steine geformt dastand, so wird es auch mit der Kirche Gottes sein, wenn sie gereinigt und gesäubert ist von den Bösen, den Heuchlern, den Verleumdern, den Zweiflern und von denen, die alles mögliche Unrecht tun. 4. Nach der Entfernung dieser wird die Kirche Gottes sein wie ein Leib, eine Gesinnung, ein Geist, ein Glaube, eine Liebe. Dann wird der Sohn Gottes frohlocken und sich freuen unter ihnen, wenn er sein Volk rein bekommen hat.“ „Herr, groß und erhaben“, sagte ich, „ist dies alles. 5. Erkläre mir noch, Herr, welche Bedeutung und Wirkung jeder einzelne Berg hat, damit jede auf den Herrn vertrauende Seele, wenn sie es hört, seinen großen, wunderbaren und herrlichen Namen preise1.“ „So höre denn die Verschiedenheit der Berge und der zwölf Völker.“

1: Ps 8:2; 85:9, 12; 98:3.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger