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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Neuntes Gleichnis

13. Kap. Die Bedeutung des Turmes, der Jungfrauen und Frauen.

1. „Was bedeutet aber der Turm?“ „Der Turm, das ist die Kirche.“ 2. „Was bedeuten aber diese Jungfrauen?“ „Das sind heilige Geister; anders kann ein Mensch im Reiche Gottes nicht gefunden werden, außer diese haben ihm ihr Kleid angetan; denn wenn du nur den Namen annimmst, das Kleid von ihnen aber nicht empfängst, dann nützt es dir nichts; denn diese Jungfrauen sind die Kräfte des Gottessohnes. Denn wenn du nur seinen Namen trägst, seine Kraft aber nicht trägst, dann wirst du vergeblich seinen Namen tragen. 3. Die verworfenen Steine, die du sahest, haben zwar den Namen getragen, aber das Kleid der Jungfrauen hatten sie nicht angetan.“ „Welches Kleid tragen sie denn, Herr?“ [S. 270] „Eben die Namen (der Jungfrauen) sind ihr Kleid. Wer immer den Namen des Gottessohnes trägt, muss auch ihre Namen tragen; denn sogar der Sohn trägt die Namen dieser Jungfrauen. 4. Die Steine, die du in den Bau [des Turmes kommen, durch ihre Hände übergeben und in dem Turm verbleiben] sahest, sind mit der Kraft dieser Jungfrauen bekleidet. 5. Daher siehst du auch, dass der Turm ein Stein geworden ist mit dem Felsen. So werden auch diejenigen, die dem Herrn glauben durch seinen Sohn, und die diese Geister angezogen haben, zu einem Geiste, einem Leibe1, und einheitlich wird die Farbe ihrer Gewänder sein. Wer so die Namen der Jungfrauen trägt, dessen Wohnung ist im Turme.“ 6. „Warum, Herr“, fragte ich, „wurden die verworfenen Steine verworfen? Sie kamen doch durch das Tor und wurden doch von den Händen der Jungfrauen in den Bau des Turmes eingefügt?“ „Da du dich um alles kümmerst und genau danach fragst, so höre über die verworfenen Steine! 7. Alle diese“, sprach er, „hatten den Namen des Sohnes Gottes angenommen und auch die Kraft dieser Jungfrauen. Im Besitze dieser Geister wurden sie mächtig und waren bei den Dienern Gottes, und sie hatten einen Geist und einen Leib2 und ein Gewand; dachten sie ja doch das gleiche3 und übten sie Gerechtigkeit4. 8. Nach einiger Zeit aber ließen sie sich von den Frauen verführen, die du gesehen hast in ihren schwarzen Gewändern, entblößten Schultern, aufgelösten Haaren und in ihrer schönen Gestalt. Als sie diese gesehen hatten, fassten sie Verlangen nach ihnen und sie zogen die Kraft dieser (Frauen) an, [das Kleid und] die Kraft der Jungfrauen aber legten sie ab. 9. Diese wurden daher vom Hause Gottes vertrieben und jenen Frauen übergeben; wer sich aber nicht betören ließ durch die Schönheit dieser Frauen, der blieb im Hause Gottes. Somit hast du die Bedeutung der verworfenen Steine.“

1: Eph 4:4.
2: Ebd.
3: Ebd.: 2 Kor 13:11; Phil 2:2; 3:16.
4: Ps 14:2; Apg 10:35.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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