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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse

Achtes Gleichnis

[S. 247] 1. Kap. Grüne, halbgrüne, dürre Zweige.

1. Er zeigte mir einen großen Weidenbaum, der Ebenen und Berge bedeckte, und in den Schatten dieser Weide kamen alle, die im Namen des Herrn berufen sind. 2. Ein herrlicher Engel des Herrn aber stand ganz erhaben neben dem Weidenbaum und schnitt mit einem großen Messer Zweige von der Weide ab und gab sie dem Volke, das im Schatten der Weide stand; er gab ihnen aber nur kleine Zweige, etwa ellengroße. 3. Als alle ihren Zweig erhalten hatten, legte der Engel das Messer weg, und jener Baum war unversehrt, so wie ich ihn gesehen hatte. 4. Darüber wunderte ich mich und ich sprach bei mir selbst: Wie ist der Baum noch unversehrt geblieben, obwohl so viele Zweige abgeschnitten wurden? Der Hirte sagte mir: „Wundere dich nicht, wenn der Baum unversehrt geblieben ist trotz der Wegnahme so vieler Zweige; [aber warte nur zu;] sobald du alles gesehen hast, wird dir auch klar werden, was dies bedeutet. 5. Der Engel, der dem Volke die Zweige ausgeteilt hatte, forderte sie wieder von den Leuten zurück; und so wie sie die Zweige in Empfang genommen hatten, so wurden sie zu ihm herangerufen, und jeder gab seinen Zweig zurück. Der Engel des Herrn nahm die Zweige und sah sie an. 6. Von einigen bekam er dürre Zweige, die wie von einer Motte angefressen waren; der Engel ließ die Überbringer solcher Zweige sich gesondert aufstellen. 7. Andere übergaben dürre Zweige, die aber von der Motte nicht angefressen waren; auch diese ließ er gesondert aufstellen. 8. Wieder andere gaben halbdürre Zweige ab; auch diese nahmen einen besonderen Platz ein. 9. Einige kamen auch mit halbdürren Zweigen, die Risse hatten; auch diese stellten sich gesondert auf. 10. [Wieder andere brachten zwar grüne, aber aufgesprungene Zweige, auch diese traten an einen besonderen Platz.] 11. Es kamen auch einige mit Zweigen, die zur Hälfte dürr, zur Hälfte grün waren; [S. 248] auch diese stellten sich besonders auf. 12. Andere brachten ihre Zweige, die zu zwei Teilen grün, zu einem Teil dürr waren; auch diese nahmen einen besonderen Platz ein. 13. Einige übergaben Zweige, die zu zwei Teilen dürr, zu einem Teil grün waren; auch sie bekamen einen besonderen Platz. 14. Andere brachten Zweige, die fast ganz grün waren; nur ein ganz kleiner Teil, und zwar die Spitze war verdorrt; auch zeigten sie Risse; auch diese stellten sich gesondert auf. 15. Bei einigen war nur ganz wenig grün, der übrige Teil der Zweige aber verdorrt; auch diese bekamen einen Platz für sich. 16. Endlich kamen andere mit Zweigen, die so grün waren, wie sie dieselben von dem Engel bekommen hatten; und zwar übergab der größere Teil der Menge solche Zweige. Über sie war der Engel hocherfreut; auch diese traten an einen besonderen Platz. 17. [Auch kamen einige mit grünen Zweigen, die Schösslinge hatten, auch diese stellten sich gesondert auf, und auch über sie war der Engel hocherfreut.] 18. Zuletzt übergaben einige ihre Zweige, die grün waren und Schösslinge hatten; die Schösslinge zeigten Fruchtansätze. Und die Leute, deren Zweige dergestalt sich zeigten, waren überaus fröhlich; der Engel war entzückt über sie, und auch der Hirte war ihretwegen ganz froh.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger