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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Achtes Gleichnis

2. Kap. Die Träger der grünen Zweige werden belohnt; die dürren Zweige werden eingepflanzt.

1. Der Engel des Herrn befahl, Kränze herbeizubringen. Und es wurden Kränze, die aussahen wie Palmkränze, gebracht, und er bekränzte damit die Männer, welche die Zweige mit den Schösslingen und dem Fruchtansatz übergeben hatten, und entließ sie in den Turm. 2. Auch die anderen schickte er in den Turm, welche die grünenden Zweige mit Schösslingen ohne Frucht übergeben hatten, und gab ihnen ein Siegel. 3. Es hatten aber alle, die in den Turm gingen, das gleiche Gewand an, weiß wie Schnee. 4. Die aber, welche ihre Zweige grün, wie sie dieselben bekommen hatten, abgaben, entließ er auch, nachdem er ihnen Gewand und Siegel gegeben hatte. 5. Als der Engel damit fertig war, sprach er zum Hirten: „Ich gehe weg; diesen aber [S. 249] sollst du innerhalb der Mauern einen Platz anweisen, wie ein jeder zu wohnen verdient. Betrachte aber ihre Zweige gewissenhaft, und danach weise sie an; gib aber genau acht; sieh zu, dass keiner dich täusche. Wenn dich aber einer täuscht, so werde ich ihn richten an dem Altare.“ Nachdem er dies dem Hirten gesagt hatte, ging er fort. 6. Als der Engel weggegangen war, sprach zu mir der Hirte: „Wir wollen die Zweige von allen nehmen und sie einpflanzen, ob nicht einige von ihnen zum Leben kommen könnten.“ Ich sagte zu ihm: „O Herr, wie werden denn diese dürren Zweige ausschlagen können?“ 7. Er entgegnete mir: „Dieser Baum ist eine Weide, und diese schlagen gern aus; wenn also die Zweige eingepflanzt werden und ein wenig Feuchtigkeit bekommen, werden viele von ihnen ausschlagen; wir wollen es dann auch versuchen, ihnen Wasser zuzugießen; wenn der eine oder andere zum Leben kommt, werde ich mich über sie freuen; wenn nicht, so werde ich doch nicht als ein Nachlässiger dastehen.“ 8. Der Hirte befahl mir, alle, ihrem Platze nach, herbeizurufen; sie kamen Reihe um Reihe und übergaben ihre Zweige dem Hirten; dieser nahm ihnen die Zweige ab, pflanzte sie nach Reihen ein und begoss sie dann mit viel Wasser, so dass man vor Wasser die Zweige nicht mehr sehen konnte. 9. Und nachdem er die Zweige getränkt hatte, sprach er zu mir: „Nun wollen wir gehen; in einigen Tagen wollen wir wieder kommen und nach allen Zweigen sehen; denn der diesen Baum gepflanzt hat, will, dass alle leben, die Zweige von diesem Baume empfangen haben. Und ich hoffe auch, dass diese Zweige, nachdem sie Feuchtigkeit bekommen und Wasser getrunken haben, zum größten Teil wieder leben werden.“

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger