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Syrische Dichter - Ausgewählte Gedichte des Jakob v. Batnä in Sarug
1. Gedicht über das Sprachenwunder am Pfingstfest.

5.

Folgende Worte waren etwa einst im Lande Babel gesprochen worden, da die Sprachen unter alle Völker verteilt wurden: „Ihr Stämme, die ihr von hier auszieht, um die Länder der Erde in Besitz zu nehmen, bewahret das Gut euerer Sprache, die ihr gelernt habt! Am Ende der Zeiten, sehet, da wird der große Lehrer gesandt werden, er, der euch lehren wird, indem er mit euch wahrhaftig spricht. Völker der Erde, wartet auf den Sohn, der am Ende kommtl Er wird euch den Weg des Lebens zeigen, voll des Lichtes. [320] Seht, ein Zeichen, aus dem ihr auf seine Ankunft schließen könnt, sei euch die neue Art zu reden, in ihr wird euch seine Freudenbotschaft verkündet werden. In euerer Sprache, die er euch gelehrt hat, wird er mit euch sprechen; denn er ist es, der euch von Babylon aus zerstreut hat, damit ihr die Welt in Besitz nehmet. Wenn ihr von ihm das Reden in allen Sprachen vernehmt, dann nehmet von ihm die Wahrheit in Empfang, die er euch so lichtvoll lehren [S. 283] wird!“ Siehe, hinfort verkündet er die Wahrheit über den Herrn und verleiht die Sprachengabe, damit sie zum Zeichen sei für seine Predigt. In Babylon betätigte er seine Eigenschaft als Lehrer zuerst an der Seite seines Vaters, denn durch ihn wurden alle Sprachen verteilt. [330] Jetzt aber offenbarte er in Juda klar und deutlich seine Wahrheit mittels einer anderen Art und Weise zu reden, die er seinen Jüngern im Abendmahlssaale verliehen. Jene Lehre, die schon in Babylon verkündet wurde, leuchtet jetzt bei den Aposteln im Abendmahlssaale auf. Die frohe Botschaft des Sohnes ward in allen Sprachen hinausgesandt zu den Völkern der Erde, die einst von Babylon ihren Ausgang genommen. Er verkündigte seine Wahrheit durch eine neue Art zu reden, die er seinen Aposteln verliehen; denn er war an der Seite seines Vaters, da alle Sprachen verwirrt wurden. Durch jene Gabe, die er den Aposteln verlieh, belehrte er den Erdkreis darüber; ist es ja doch jene Ausdrucksweise, die er den Menschen von Anfang an gegeben. [340] Denn ihm gehören Worte, Stimme und Sprache, Mund und Herz, alle Weisheit und aller Verstand. Wenn er will, verwirrt er alle Sprachen, wenn er es aber wünscht, verteilt er den Geist in verschiedenen Gestalten. Durch jene Verteilung des Heiligen Geistes hat die Welt erfahren, daß auch jene Verwirrung am Anfange der Zeiten sein Werk war. Er hafte die Sprachen verwirrt und ebenso wieder verteilt, denn es war dies ein leichtes für ihn, wie es eben für den Schöpfer leicht ist, Änderungen an allen seinen Geschöpfen vorzunehmen. Er hat in Babylon die Völker voneinander getrennt und zerstreut, ebenso hat er den Aposteln die Sprachen verliehen und sie zerstreut. [350] Der Heilige Geist kam in Gestalt des Feuers zu den Jüngern, die Stimme des Geistes, der in allen Sprachen zu reden lehrt.

 

 

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Vorrede zu den Schriften der syrischen Dichter
Einleitung über Leben und Schriften Jakobs von Sarug

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger