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Armenische Väter - Worte der Ermahnung über die Einsiedler

5.

Da wir nun das alles wissen, Brüder, ist es nötig, daß wir auch selbst Eifer zeigen. Nehmen wir dasselbe Streben nach Heiligkeit in unsere Seelen, und werden wir ähnlich dieser zahlreichen Schar, die in Zurückgezogenheit von der Welt nach der Heimatstadt trachten, die oben ist, und die frei ist vom Leid der Erdenbürger. Denn sie sind Genossen unserer Natur, welche die Schwachen kräftigt. Wolle nur, halte dich an den Glauben, hoffe, liebe und du kannst dieselbe Tugend erfahren. Denn die zeitlichen Leiden sind nicht zu vergleichen mit dem Leben, das diesen Anachoreten bereitet ist.

Doch ich bin in großer Furcht wegen unserer Lauheit. Fast alle sehe ich hingegeben in die irdischen Besitztümer. Tritt nicht die Natur nun vorwurfsvoll entgegen? Nackt wurde ich erschaffen, nackt wurde ich ins Paradies versetzt, nackt kam ich aus demselben, nackt wurde ich geboren und nackt hinwieder kehre ich zur Erde zurück. Wenn wir nun nichts von hier mitnehmen können, wozu halten wir uns daran in dieser Welt. Mach’ dich los, schrecke zurück, o Einsiedler! werde nicht zur [S. 295] dicken Befestigung, die den neidischen Feind aufnimmt, sonst möchte er dir einen gefährlichen Hinterhalt legen, dich in dir selbst angreifen und dich ausplündern und um die himmlischen Schätze dich betrügen. Halte für genügend das Wort des Herrn: Keiner von den Erdenpilgern kann zwei Herren dienen, dies zeigt es dir offenbar. Es braucht keiner Vermittlung und keiner Erklärung. Ihr könnet nicht, so sagt es, mit Gott es halten und dem Mammon.

 

 

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Einleitung zu den Worten der Ermahnung über die Einsiedler

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger