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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Ein Brief über die teuflischen Zaubereien und die gottlosen Beschwörungen.

42.

Denn wenn wir den goldenen Becher, den wir dem König zum Gebrauch und bei Tisch vorsetzen, wieder nähmen und ihn mit Schmutz, Unrat und Menschenkot anfüllten, während er selber zusieht, könnten wir ihm diesen Becher noch einmal auf demselben Tisch kredenzen? Mit nichten! Warum? Weil wir ihn mit Kot verunreinigt haben und der König empört grollt und Abscheu empfindet. Was aber sagen die Gebote vom Schwören? Die Menschen, heißt es, schwören bei etwas Größerem als sie sind. So schwur auch Gott, weil kein Größeres ist als der, welcher schwur bei sich selbst1, und sprach also: „Bei mir selbst“, spricht der Herr, „habe ich geschworen: mit Segen will ich dich erfüllen2.“ Bei seinen Geschöpfen aber kann Gott nicht schwören, das wäre Gottlosigkeit. Auch kann er nach der Ankunft Christi uns keinen Brief mehr mit dem Finger Gottes schreiben, denn, wenn das uns nochmals vom Himmel nötig wäre, dann wäre ja die Ankunft Christi unzureichend und mangelhaft. Dem ist aber nicht so; vielmehr gaben uns die Gebote seinen Willen vollständig kund durch Moses und Jesus; darnach kommen nur noch die Qualen und das Reich. Ein zweites Gesetz, vom Himmel gegeben, geschrieben von Gottes Hand, wird uns nicht mehr gesandt. Satan aber wendet die einen nach rechts, die andern nach links ab. Die Linke kennen wir alle, denn die Werke der linken Seite sind offenbar, aber die Rechte [S. 268] kennen wir nicht, denn die Abwendung geschieht durch die Arten der Gottesverehrung. Deswegen wurde uns befohlen: Wendet euch nicht ab von den geschriebenen Satzungen weder zur Rechten noch zur Linken.“

1: Gen. 22, 16.
2: Hebr. 6, 16.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger