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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Über die Unterlassung freundschaftlicher Liebeserweise gegen die Feinde Gottes.

4.

In welche Finsternis geraten wir, wo hinein versinken wir dank unserer Lässigkeit und schlimmen Gewohnheit, die wir die Gebote Gottes verachten? Welch eine Verantwortung wird sich erheben am Tage des furchtbaren Gerichtes, wenn wir angeklagt und beschuldigt werden beim allgemeinen Gerichte? Was werden wir sagen? Werden wir entgegnen: „Wir haben es von niemand gehört, oder niemand hat es (uns) gelehrt?“ Siehe, laut verkündet es Paulus und sagt: „Wenn dein Bruder ein Geizhals ist oder ein Trunkenbold oder ein Verleumder oder ein Dieb, mache dich von ihm los“, sagt er, „und trenne dich1.“ „Mit einem solchen iß kein Brot“, nein, trennt euch von ihnen und haltet euch fern voneinander, esset nicht und kommt nicht miteinander in Berührung, denn sie sind ständig Feinde Gottes und Verächter seiner Gebote. Jederzeit hören wir das von Paulus, besonders vom Heiligen Geiste: Mit den Feinden Gottes darf man keine Freundschaft schließen. Siehe, auch ein (der) Prophet sagt: „Herr, deine Hasser haßte ich und trauere wegen deiner Feinde; mit vollendetem Hasse haßte ich sie und bin ihnen zum Feinde geworden, weil sie deine Gesetze nicht beobachteten2.“ Siehe, der Prophet lehrt es, daß wir die Feinde Gottes hassen müssen und keine Freundschaft mit den Feinden Gottes schließen dürfen. Ein [S. 208] anderer Prophet aber sagt3: „Deswegen hat er deine Schiffe zerstört, weil du Freundschaft schlossest mit den Feinden Gottes.“ Siehe, auch dieser erklärt das gleiche: Nicht soll man mit den Feinden Gottes Freundschaft und Verwandtschaft eingehen und zum Hasser und Feind Gottes werden. Das gleiche sagt ein anderer Prophet: Wem der Hochmut aus den Augen schaut und der Geiz im Herzen wohnt, mit dem iß kein Brot, und wer Gottlosigkeit verübte und vollbrachte, wohnte nicht in meinem Hause4.“

1: 1 Kor. 5, 11.
2: Ps. 138, 21 f. [Hebr. Ps. 139, 21 f.].
3: 2 Chron. 20, 37.
4: Ps. 100, 5. 7 [Hebr. Ps. 101, 5. 7].

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger