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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Über die sündhaften und dämonischen Schauspiele.

5.

Womit sollen wir nun den furchtbaren Brand dieses funkelnden Feuers ersticken? Oder wie werden wir [S. 187] imstande sein, Heilmittel gegen unsichtbare Wunden ausfindig zu machen? Oder womit können wir den Ort der unzüchtigen Schauspiele verheeren und zerstören, den Fallstrick1 des Todes, den übelreichen Sammelplatz, die Werkstätte aller Laster? Denn hier werden die Jungfrauen zur Unkeuschheit angereizt, die Ehegatten zum Ehebruch; dort lernen Weiber den Haß gegen die Männer und die Männer Verachtung gegen die Frauen; dort werden die Söhne zu Feinden ihrer Väter und die Diener (zu Feinden) ihrer Herren. Von hier stammt die Fadheit der Alten und die Ausgelassenheit der Jünglinge; von hier stammt die Ehrvergessenheit der alten Weiber und die Wollüstigkeit der Mädchen; von hier die Geilheit der Männer und die Zügellosigkeit der Frauen; von hier stammt die Schmeichelei; von hier geht aus die Verstoßung der Frau, der Kindesmord und sonstige Beraubung des zierlichen Schmuckes wegen; von hier stammt der Hochmut und die Unzucht, hier ist die Brutstätte vieler Laster, hier sind allerlei Unzuchtslaster heimisch, über die zu reden schon unschicklich ist, hier lehrt man auch die Geilheit der Seele, die Erschlaffung des Geistes, die Trübung des Verstandes, die Unzüchtigkeit der Augen, Geschwätzigkeit der Zunge, die Trägheit beim Arbeiten; in allen Lastern übt es (das Theater) ein, welche verhärten und immer weiter von der Liebe Gottes entfernen und der christlichen (Ordnung) Lebensweise immer mehr uns entfremden. Ich bin nicht imstande, alle die verschiedenen anderen Arten des Bösen aufzuzählen, die im Theater gelehrt werden: Hochmut, Gotteslästerung, Betrug, Tücke, Neid, Eifersucht, Verleumdung. Deswegen ist das Strafgericht Gottes über die Erde gekommen2, in gewaltigem Zorne verhängte er seine Strafen. Siehe, alle diese Laster haben jene an sich, welche zu den Schauspielen laufen und in ihrem Leibe die gottlose Frucht des teuflischen Samens züchten.

1: Sprichw. 21, 6.
2: Röm. 2, 8.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger