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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Über die schlimme Gewohnheit des Schwörens.

7.

[Forts. v. [S. 172] ] Wenn darum jemand den Eid gerecht nennt, so rechtfertigt er den Teufel. Christus hat jeglichen Eid als eine Ausgeburt des Teufels bezeichnet; außer jenem allein, den er erlaubt hat mit „ja“ und „nein“; dessen hat er sich sogar selbst bedient, als er Abraham schwur mit den Worten: Wahrlich segnend will ich dich segnen1. An einer andern Stelle sagt er: Wahrlich sage ich dir2; und wieder an einer andern sagt er: wahrlich, wahrlich sage ich euch3, das ist ein(e) Schwur (form), (die) den er uns erlaubt; diese Schwüre gaben auch Gewißheit und alle Gläubigen vertrauten darauf. Nur die Schlechten und die Streitsüchtigen bekräftigen ihr Urteil durch teuflische Eide, wie auch Paulus sagt: die Bekräftigung des Urteils ist bei allen Streitenden der Eid; der Streitenden, nicht aber der gläubigen Christen; denn den Gläubigen genügt zur Bekräftigung: ja, ja, und nein, nein! Und wenn ein Diener Gottes weiter schwört als mit ja und nein, der mag noch Christ genannt werden wegen der Taufe, aber nicht Gläubiger, sondern Widersetzlicher. Wie es Diebe unter den Christen gibt, wie es Ehebrecher unter den Christen gibt, so gibt es auch händelsüchtige Christen, Eidbrüchige und Meineidige. Bei den Gläubigen bewirkt das die Treue gegen die Gebote, was sonst wegen der Eide geschehen soll. Davor warnt auch Jakobus, der Apostel und Bruder des Herrn, indem er spricht: „Ihr sollt vor allem nicht schwören, nicht beim Himmel, nicht bei der Erde, auch sonst keinen Eid“4. Deswegen spricht er: vor allem, weil der Eid noch weit ungerechter ist als alles Unrecht der Sünden.

1: Gen. 22, 16. Hebr. 6, 14.
2: Matth. 5, 26.
3: Joh. 16, 20.
4: Jak. 5, 12.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger