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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Unterweisung über die Früchte und Opfer und das Almosen.

2.

Wenn nun schon im Alten Bunde die, welche schlechte Gaben als Opfer darbrachten, so strenge gestraft wurden, was wird dann denen widerfahren, die im Neuen Bunde das Schlechte der Ernte und der Kelter Gott schenken, und das Magere und Wertlose aus den Herden zu den Gastmählern der Armen herbeibringen! Durch ein solches schlechtes und mißfälliges Opfer ist auch Kain zugrunde gegangen. „Denn weil du nicht recht geteilt hast,“ sprach (Gott), „soll auch das zu dir zurückkommen.“ Es tut also not, daß wir uns vor diesem Worte fürchten. Denn wenn schon jene, die ohne das Gesetz sündigten, so gestraft wurden, um wieviel mehr wir, die wir unter dem Gesetze sündigten1! Denn wenn von denjenigen, welche im Alten Bunde wegen der Gnade sich nicht erfreuten, das Gesetz eine solche Rechtschaffenheit fordert, um wieviel mehr wird mit größter Genauigkeit von uns im Neuen Bunde Rechtschaffenheit verlangt werden, wenn wir uns auch nur ein wenig verfehlen! Denn wir wurden ermahnt durch die Gesetze, wir waren im Genuß der Gnaden, wir hatten die Beispiele vor Augen. Welches Erbarmen zum Nachlaß soll uns werden, wenn wir Gott schlechte Opfergaben darbringen? Denn er spricht2: „Die Erstlinge der Ernte und Kelter und das Beste der Herden sollst du Gott darbringen. Ehre den Herrn mit deiner gerechten Arbeit und bringe ihm dar die Frucht deiner gerechten Einkünfte. Dies ist Gott wohlgefällig.“ Wenn aber jemand ein Opfer bringt, das geraubt oder gestohlen ist oder es bringt unter Schmähung oder mit Wucher und Zins [S. 100] (Wucherzinsen) oder mit Erpressung der Waren oder durch Unterdrückung der Dürftigen, sei es ein Ochs, oder Schaf oder Ziegenbock — unrein ist es wie der, welcher einen Hund getötet, oder wie wenn jemand einem Menschen den Kopf einschlägt, oder wie wenn jemand das Blut eines Schweines vergossen hat3.

1: Röm. 2, 12.
2: Exod. 23, 19. Num. 28, 30. Deut. 18, 4; 26, 2. Ps. 104, 36 [Hebr. Ps. 105, 36]. Ezech. 45, 1.
3: Is. 66, 3.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger