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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Über das wohlgefällige und nicht wohlgefällige Gebet.

14.

Doch obwohl wir nun das alles wissen, so erscheinen wir dennoch vor Gott in großer Geringschätzung, wir halten es mit dem bösen Feinde, der uns durch allerlei Gedanken verwirrt und in Unordnung bringt und unsere Gedanken hinlenkt auf die Sorgen und Zerstreuungen der Welt. Während wir im Gebete [S. 84] begriffen sind, das uns Hilfe und Nutzen bringen soll, geben wir uns schlechten und bösen Gedanken hin. Wir werfen uns zwar während des Gebetes innen auf die Knie, aber unser Geist ist draußen, gibt sich allerlei Träumereien hin und schweift umher. Denn während des Gebetes denken wir an die Sorgen um Haus und Felder; während des Gebetes berechnen wir den Ertrag der Felder und die Früchte der Reben, wieviel Pfund Brot und wieviel Maß Wein ich erhalten könnte; oder wir denken während des Gebetes an Rinder- und Schafherden, wie viele Ochsen und wieviele Schafe es sind. Dann denken wir an die Arbeiten und an den Lohn der Arbeiter, überlegen, ob dieses Geräusch aus unserm Hause kommt. Ferner denken wir während des Gebetes an das Gericht, das den Nächsten treffen wird und sprechen uns so dort das Urteil in Gottes Gegenwart. Und während wir dem Gebete obliegen, beschäftigen wir uns in Gedanken mit Anklagen gegen den Mitbruder. Kaum aus der Kirche entlassen, fangen wir alsbald auch wieder an, Klage zu erheben gegen den Feind und verbittern die Süßigkeit des Gebetes wie mit Galle. So reißt Satan unsern Geist mit fort, bis er uns an unlautere Gedanken während des Gebetes erinnert; sogar den Gewinn aus Darlehen und Zinsen berechnen wir im Gebete und denken an die Eifersucht und Feindschaft gegen den Nächsten.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger