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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Unterweisung über die Tugendübung des Fastens.

8.

Wenn man aber nur in den Speisen Abbruch tut, sonst aber seine Glieder nicht im Zaume hält, dann ist diese Mühe eitel und lächerlich. Hievon sage ich dies: Törichte Gedanken und teuflische Gesinnung hegt einer, wenn er seine Zunge nicht zügelt, seine Augen, seine Ohren, seine Gedanken und seinen Geist nicht im Zaume [S. 73] hält, wenn er Haß gegen den Nebenmenschen trägt, wenn er seinem Bruder grollt oder wenn er gegen jemand nur Liebe heuchelt, wenn er sich nicht herabläßt, seinem Mitmenschen einen Dienst zu erweisen, wenn er nach Ehre oder Macht sich sehnt und dabei glaubt, er faste. Das ist kein demütiges Fasten, sondern eine Täuschung und Heuchelei; eitel und nutzlos ist es und verbrennt im Feuer und zerrinnt im Wasser beständig. Die Würmer verdarben es und die Diebe stahlen es und entführten es ihm; nichts hat ihm das Fasten und Ringen genützt: nur gestraft wird er und muß büßen. Denn für das heuchlerische Fasten wird er bestraft und vor dem gerechten Gerichte wird er verurteilt und in dem Feuer des Glühofens gequält; ein schwereres Urteil wird über ihn ausgesprochen als über die Unmäßigen und Trunkenbolde; hielt er doch den allwissenden Gott für unwissend in seiner verderblichen (Frömmelei) und Heuchelei.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger