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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Unterweisung über die Tugendübung des Fastens.

12.

All das sind Arten zu fasten, ja sie sind noch wertvoller als der Abbruch von Speisen. Hierin und in Ähnlichem muß man zur Zeit des Fastens Abbruch tun. Dann ist auch der Abbruch von Speisen (angenehm). Doch auch der Abbruch von Speisen ist nicht bei allen der gleiche, sondern richtet sich nach dem Vermögen des einzelnen: manche beobachten einen Tag Enthaltung, manche zwei, manche drei, manche sieben, soweit es die Kraft eines jeden zuläßt. Manche begnügen sich mit einfachem Mangold, manche nur mit Kräutern; manche mit wenig Brot, manche mit viel und nahmen dazu noch einfache Suppe. (?) Manche [S. 76] enthielten sich des Weines, manche der Suppe, manche andere des Brotes. Die delikaten und süßen Speisen hielten sie fern und verschmähten sie, sie begnügten sich mit etwas Speise und mit einfachem Brot, nur um das Leben zu erhalten, nicht um ihren Leib das zuzuführen (Fleisch und Blut das zuzufügen), was die böse Begierlichkeit nährt: wenig aßen sie, wenig tranken sie, wenig schliefen sie, unablässig beteten sie. Aber besonders wichtig ist es, daß du das, was du an Fasttagen deinem Leibe versagst, den Armen zukommen läßt, daß du hungerst und der Hungrige gespeist werde, damit (endlich) deine Sünden getilgt werden. Das ist heiliges und gottgewolltes Fasten, dadurch wird alle Strenge und Abtötung angenehm, so heilt das Fasten alle Sündeverwundeten, es rettet die Gefangenen Satans, es hebt auf die der Gottlosigkeit Verfallenen, es richtet auf jene Kranken an Lasterhaftigkeit, es heiligt die durch Unzucht Beschmutzten, es erleuchtet die in Bosheit Verfinsterten, es läutert und rechtfertigt jene, welche fasten, von jeder Sünde, es erfüllt die Seele mit leuchtendem Glanze vor dem furchtbaren, lichtstrahlenden Throne Gottes. Durch das Fasten erbt man die ewigen Güter, die Glückseligkeit in Christus Jesus, unserm Herrn. Ihm sei Ruhm in Ewigkeit.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger