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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Unterweisung über die Tugendübung des Fastens.

11.

Indes, das Fasten verdankt seinen Namen nicht allein der Enthaltung von Speisen, Fasten nennt man es auch, wenn man sich frei macht von der Sünde; Fasten ist es auch, wenn man schweigt, wenn man nicht redet außer im Notfall und auf Befragen; Fasten sind auch Armut und Dürftigkeit; (das Verzichten auf [S. 75] Überfluß). Ein Fasten ist es, wenn man sich nicht in Sorgen verliert um den Überfluß, sondern nur sucht, was für den Tag notwendig ist. Ein Fasten ist es sodann, wenn man aus Bescheidenheit an seinem Platze bleibt und nicht eitel herumstreicht aus Lüsternheit, um sich zu zerstreuen und seine Begierlichkeit zu befriedigen. Ein Fasten ist es ferner, wenn man sich abtötet, sich selbst verdemütigt, sich nicht wäscht (?) und salbt. Fasten ist es auch, zur Kleidung nur mit einem Büßerhemd sich zu begnügen gegen die Not der Nacktheit und der Kälte. Ein Fasten ist es auch, die Augen vor der Unlauterkeit zu schließen und ebenso die Ohren, um nichts Unziemliches hören zu müssen, das Herz zu bewahren vor unreinen Gedanken. Ein Fasten ist es, sich nicht Ehre und Macht zu sammeln, nicht zu zürnen, nicht zu lärmen, nicht neidisch zu sein, keine Rache für seine Person zu suchen, nicht darauf auszugehen, sich in den Augen der Nächsten als heilig hinzustellen. Ein Fasten ist es (sodann), nicht geizig zu sein, nicht zu schmeicheln, nicht stolz zu sein auf seine Kleider. Fasten ist die Tugend der Demut und des Gehorsams. Ein Fasten, jedermann mit aufrichtigem Herzen zu lieben. Ein Fasten, der Natur den Tribut des Schlafes nur dann zu zahlen, wenn es unbedingt notwendig ist und (Verlangen nach Schlaf nicht zu haben), den sinnlichen Schlaf nicht zu befriedigen, sondern nur den ersteren und, sobald man aufgestanden ist, zu arbeiten oder zu beten.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger